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Opernpremiere in Berlin:Eine Fremde - keine Zauberin

Aribert Reimanns "Medea" nach Grillparzers Drama ist ein Parforceritt für Sänger und Hörer.

von WOLFGANG SCHREIBER

Eigentlich nur eine von vielen Migrantengeschichten in dieser Welt - die "Medea"-Oper des Komponisten Aribert Reimann. Aber was für ein entsetzliches Geschehen jetzt, auf nachtschwarzer Bühne der Berliner Komischen Oper! Nicht die antike, sondern eine brisant-moderne Erzählung des alten Mythos: Reimann hat für die "Medea", 2010 an der Wiener Staatsoper uraufgeführt, nicht den griechischen Dramatiker Euripides bemüht, sondern das gleichnamige Drama des österreichischen Dichters Franz Grillparzer. Hat die schaurige Figur der Medea, die aus Rache an dem treulosen Mann ihre Kinder tötet, näher an die Gegenwart gerückt. Denn Medea wird bei Grillparzer, so sieht es Reimann, als Flüchtling, "als Verlassene und Fremde, als Schutzbedürftige" dargestellt, "nicht als bösartige Zauberin", die mordet.

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