Politikwechsel in der Hauptstadt:Hoppla, jetzt komm ich

Lesezeit: 5 min

Gerhard Schröder und Joschka Fischer, 2002

Zigarren und Cerruti-Mieselaune: Gerhard Schröder und Joschka Fischer in der Wahlnacht vom 22. auf den 23. September 2002.

(Foto: Regina Schmeken)

Erinnert sich noch wer an die Berliner Republik? Scharping? Schröder und Fischer? Christiansen und Co.? Eine Bilanz zum endgültigen Abschied.

Von Kurt Kister

Sie begann als ein intellektuelles Konstrukt, das große Denker wie Jürgen Habermas, mittlere Denker wie Günter Grass und kleinere Denker wie Oskar Lafontaine mit Skepsis betrachteten. Sie fürchteten, im vereinten Deutschland mit viel BRD und wenig DDR könne alter Ungeist aufsteigen und sich wabernd über Europa legen. 1995 erschien in der Edition Suhrkamp ein Aufsatzband mit dem Titel "Die Normalität einer Berliner Republik" mit Texten von Jürgen Habermas. In seiner Paulskirchenrede vom Mai 1995, die in dem Band enthalten ist, bemängelte der Philosoph im Zusammenhang mit der Einigung und der "künftigen Berliner Republik" den "Elitennationalismus einer Handvoll von Politikern und Intellektuellen". Es wurde viel darüber geredet, dass die "Berliner Republik" eine unselige Renaissance des deutschen Nationalstaats bedeuten könnte.

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