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Nachruf:Flüchtiger Fortschritt

Zygmunt Bauman

Mit ihm endet eine Ära: Zygmunt Bauman.

(Foto: action press)

Zur Moderne gehört die Suche nach Kontrolle und Ordnung - bis hin zum Holocaust. Das war ein zentraler Gedanke des Soziologen Zygmunt Bauman, der aus Polen stammte, in England lehrte und im Alter von 91 Jahren gestorben ist.

Dass der Tod ein übler Zeitgenosse ist, war ja schon hinlänglich bekannt. Dass er aber gerade jetzt, in der gegenwärtigen sozialen und gesellschaftspolitischen Konstellation, einen Wissenschaftler und Kosmopoliten wie Zygmunt Bauman ereilt hat, lässt ihn, den Tod, nochmals in einem schlechteren Licht dastehen. Und auf den Beobachter, der vom Jahr 2016 noch mitgenommen ist, wirkt dieser Tod wie die endgültige Verschwörung der Zeitläufte gegen die europäischen Restbestände von Aufgeklärtheit und Geschichtsbewusstsein.

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