Literaturstadt Düsseldorf Der Rhein führt nach Europa

Im öffentlichen Bewusstsein steht die Literaturstadt Düsseldorf im Schatten der Kunstmetropole. Warum eigentlich? Über den Irrtum, die Künste als Rivalen gegeneinander auszuspielen.

Von Lothar Müller

Am 31. Mai ist der in München lebende Schriftsteller Hans Pleschinski zu Gast in Düsseldorf. Er stellt sein neues Buch vor, in dem er die Lebenserinnerungen der Großbürgertochter Else Sohn-Rethel (1853-1933) herausgegeben und kommentiert hat. Sie hatte entscheidende Jahre ihres Lebens in Düsseldorf verbracht. In einem ausgedehnten Düsseldorfer Familienarchiv hat Pleschinski das Manuskript dieser Erinnerungen über die innere Welt und das kulturelle Leben des deutsch-jüdischen Bürgertums vor 1933 gefunden.

Sein jüngster Roman "Königsallee", in dem er den späten Thomas Mann ...