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Literaturpreis:Zwischen den Sprachen

Die Shortlist für den Internationalen Literaturpreis 2016 steht. Auf der Liste finden sich unter anderen Joanna Bator und Valeria Luiselli. Der Preis wird vom Berliner Haus der Kulturen und der Stiftung Elementarteilchen vergeben.

Für den Internationalen Literaturpreis 2016, den das Berliner Haus der Kulturen der Welt zusammen mit der Stiftung Elementarteilchen verleiht, haben deutschsprachige Verlage in diesem Jahr 151 Titel, übersetzt aus 31 Sprachen, eingereicht. Daraus wählte die Jury die folgenden sechs Titel für die Shortlist aus: Johannes Anyuru: Ein Sturm wehte vom Paradiese her (aus dem Schwedischen von Paul Berf, Luchterhand Literaturverlag); Joanna Bator: Dunkel, fast Nacht (aus dem Polnischen von Lisa Palmes, Suhrkamp Verlag); Alexander Ilitschewski: Der Perser (aus dem Russischen von Andreas Tretner, Suhrkamp Verlag); Valeria Luiselli: Die Geschichte meiner Zähne (aus dem Spanischen von Dagmar Ploetz, Verlag Antje Kunstmann); Shumona Sinha: Erschlagt die Armen! (aus dem Französischen von Lena Müller, Edition Nautilus); Ivan Vladislavić: Double Negative (aus dem Englischen von Thomas Brückner, A 1 Verlag).

Autoren und Figuren der sechs Erzähltexte leben "allesamt ungefestigt zwischen Sprachen, Kulturen und Systemen", heißt es in der Begründung der Jury. Sie seien ins Deutsche gebracht von Übersetzern, "die ihre Sprache auf faszinierende Weise dynamisieren und manchmal neu erfinden". Der Internationale Literaturpreis wird zum achten Mal vergeben. Er zeichnet einen herausragenden Titel internationaler Gegenwartsliteraturen in deutscher Erstübersetzung aus und ist mit 35 000 Euro dotiert: 20 000 Euro für den Autor und 15 000 Euro für den Übersetzer.

Das Preisträger-Duo wird am 14. Juni bekannt gegeben, am 25. Juni lädt das Haus der Kulturen der Welt zum Fest der Shortlist und zur Preisverleihung (www.hkw.de/literaturpreis).

© SZ vom 19.05.2016 / SZ
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