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Leipziger Buchpreis:Drei mal fünf

Die Shortlist des Preises der Leipziger Buchmesse steht fest. In den Kategorien Belletristik, Sachbuch und Übersetzung wurden je fünf Titel nominiert.

Von Marie Schmidt

Aus 402 eingereichten Büchern hat die Jury des Preises der Leipziger Buchmesse 15 ausgewählt und die Shortlist jetzt bekannt gegeben. Je fünf Werke sind das in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung.

Zu den nominierten belletristischen Titeln gehören "Power", der zweite Roman von Verena Güntner (Dumont-Verlag), das Langgedicht "Luna Luna" von Maren Kames (Secession), Leif Randts vierter Roman "Allegro Pastell" (Kiepenheuer & Witsch), "Die rechtschaffenen Mörder" von Ingo Schulze (S. Fischer), der den Preis der Leipziger Buchmesse 2007 bekam, sowie "Stern 111" von Lutz Seiler (Suhrkamp), der für den Vorgängerroman mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet wurde.

Kandidaten für den Sachbuchpreis sind die Historikerin Bettina Hitzer mit ihrem Buch "Krebs fühlen. Eine Emotionsgeschichte des 20. Jahrhunderts" (Klett-Cotta), der FAZ-Korrespondent und Autor Michael Martens mit der Biografie "Im Brand der Welten: Ivo Andrić. Ein europäisches Leben" (Paul Zsolnay), der Soziologe Armin Nassehi mit "Muster. Theorie der digitalen Gesellschaft" (C. H. Beck), die Kunsthistorikerin Julia Voss mit der Biografie "Hilma af Klint. Die Menschheit in Erstaunen versetzen" (S. Fischer) und als Herausgeber der Verlagsgründer Jan Wenzel (zusammen mit Anne König, Andreas Rost und anderen) für die zeitgeschichtliche Collage "Das Jahr 1990 freilegen" (Spector Books).

In der Kategorie Übersetzung stehen zur Auswahl: Pieke Biermann, die Fran Ross' Debüt "Oreo" (dtv) aus dem amerikanischen Englisch übertragen hat, Luis Ruby für die Erzählungen von Clarice Lispector, "Tagtraum und Trunkenheit einer jungen Frau" (Penguin) aus dem brasilianischen Portugiesisch, Andreas Tretner mit Angel Igovs "Die Sanftmütigen" (eta) aus dem Bulgarischen, Melanie Walz für ihre Neuübersetzung von George Eliots "Middlemarch" (Rowohlt) aus dem Englischen sowie Simon Werle für eine Übertragung von "Der Spleen von Paris" von Charles Baudelaire (Rowohlt) aus dem Französischen.

Jeder der drei Preise ist mit 15 000 Euro dotiert. Die Gewinner werden am 12. März auf der Leipziger Buchmesse verkündet. Die Jury besteht aus Jens Bisky (SZ), Katharina Herrmann (Autorin und Bloggerin unter "Kulturgeschwätz"), Tobias Lehmkuhl (freier Kritiker), Wiebke Porombka (Deutschlandradio), Marc Reichwein (Literarische Welt), Katrin Schumacher (MDR Kultur) und Katharina Teutsch (freie Kritikerin). Im Jahr 2019 gingen die Preise an Anke Stelling für den Roman "Schäfchen im Trockenen" (Verbrecher), Harald Jähner für "Wolfszeit. Deutschland und die Deutschen 1945 - 1955" (Rowohlt) und Eva Ruth Wemme für die Übersetzung von Gabriela Adameşteanus Roman "Verlorener Morgen" (Andere Bibliothek) aus dem Rumänischen.

© SZ vom 12.02.2020

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