"Latein lebt" von Nicola Gardini:Warum reden die denn so komisch?

Lesezeit: 5 min

Giovanni Battista Piranesi (Italian, 1720 - 1778), Parte dell'antica Via Appia fuori de Porta S. Sebastiano, 1748, etching on laid paper

Via Appia: Giovanni Battista Piranesi inszenierte 1748 den ästhetischen Wert des Antiken. Aber was nützt die Schönheit des Lateinischen?

(Foto: Mauritius Images)

Der italienische Philologe Nicola Gardini plädiert dafür, dass man Latein schon allein seiner Schönheit wegen lernen sollte. Aber dieses Argument reicht nicht aus.

Von Burkhard Müller

Warum sollte man heute noch Latein lernen? Seine Verteidiger, meint der italienisch-britische Philologe Nicola Gardini, machen alle denselben Fehler: Sie versuchten, den Nutzen dieser Sprache herauszustreichen, das, was unter dem Namen der formalen Bildung läuft. Demgegenüber hebt er den ästhetischen Wert hervor, und den Genuss, den sowohl seine sprachlichen Strukturen als auch der darin vermittelte Inhalt schenken. Wenn man Latein seines Nutzens wegen lernen oder lehren wollte, sagt er, wäre das so, als würde man den Besuch des Louvre oder der Scala empfehlen, um Gesichts- und Gehörsinn zu schärfen.

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