Komödie J. Orsini-Rosenberg

(Foto: Reiner Riedler)

In "Die Selbstkritik eines bürgerlichen Hundes" spielt Johanna Orsini-Rosenberg eine Nebenrolle, die Lust auf mehr macht. Weil diese Künstlerin sehr lustig ist.

Von Julia Niemann

Schauspielerinnen müssen sich oft wie zarte Pfirsiche oder freche Früchtchen geben, um erfolgreich zu sein. Johanna Orsini-Rosenberg braucht das nicht. Sie ist wie sie ist: sehr, sehr lustig. Und extravagant. Das macht sie interessant. Im Berlinale-Film "Die Selbstkritik eines bürgerlichen Hundes" des Regisseurs Julian Radlmaier spielt sie in einer Nebenrolle die Großgrundbesitzerin "Elfriede Gottfried" und stellt hier genau den Typ Frau dar, der ihr am besten liegt: die Lustige, Extravagante, Korrupte. Man will mehr von Julian Radlmaier sehen, vor allem aber mehr von Johanna Orsini-Rosenberg. Die Österreicherin, Jahrgang 1968, wuchs in einem Schloss auf, lebt aber schon lange in der Wiener Bohème. In Film und Theater spielt sie Frauenrollen, wie es sie viel öfter geben müsste. Diese Künstlerin ist zum Rockstar geboren, zur Transvestitin, zur zwielichtigen Truckerin, zum Sonnenkönig in Strumpfhosen!