Klassik:Wie ein Sänger

Der Pianist Murray Perahia ist einer der wenigen, die ganze Sonaten, ganze Zyklen erlebbar machen können. Beim Konzert in München zeigte er an Bach, Schubert und Beethoven seine ganz besondere, humanisierende Kunst.

Von Reinhard J. Brembeck

Der Zauber wirkt vom ersten Ton an. Der Zauber dieses nie aufdringlichen Klaviertons, der in eine frühromantische Geisterwelt versetzt, in eine warme Vollmondnacht. Murray Perahia ist ein immer zurückhaltender Pianist. Nie drängt er sich auf, nie erzwingt er etwas, nie übertölpelt er durch Leidenschaft. Und niemals reißt er die großen Abgründe der Klassik bis zur Unerträglichkeit auf. Immer nur deutet er an. Anstatt sie grell bis in die letzten Geheimnisse auszuleuchten, taucht er sie in ein geheimnisvolles Licht, dessen immenses Farbspektrum er selbst in rasanten Passagen noch zu entfalten weiß.

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