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Klassik:Wenn die eigene Nase sich selbständig macht

Der Komponist Dmitrij Schostakowitsch 1968.

(Foto: imago/ITAR-TASS)

Die Schostakowitsch-Tage im sächsischen Gohrisch bringen unbekanntes Material von Schostakowitsch und Weinberg zur Uraufführung.

Im Jahr 1960 komponierte Dmitri Schostakowitsch in Gohrisch sein achtes Streichquartett. Es ist nicht nur eines seiner persönlichsten Werke, sondern wahrscheinlich das einzige überhaupt, das außerhalb der Sowjetunion entstand. Zur Erinnerung daran finden seit 2010 in dem kleinen sächsischen Kurort nahe der tschechischen Grenze die Internationalen Schostakowitsch-Tage statt, die im achten Jahr ihres Bestehens nun mit einer kleinen Sensation aufwarten konnten: der Uraufführung dreier bislang völlig unbekannter Werke ihres Namensgebers. Es handelt sich um insgesamt etwa eine Viertelstunde lange, vollständig ausgearbeitete Teilstücke zur Oper "Die Nase", die Schostakowitsch bei der Endredaktion verwarf. Gefunden hat das Material der armenische Musikwissenschaftler Levon Akopjan, der die Witwe Schostakowitschs darauf hinwies. Sie kontaktierte den bereit von Schostakowitsch geschätzten Dirigenten Thomas Sanderling, der nun in Gohrisch mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden die Uraufführung besorgte.

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