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Interview mit Blur-Sänger: Damon Albarn:"Es ist alles so furchtbar deprimierend hier"

Doch wenn man denkt, es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her. "Blur"-Kopf Damon Albarn spricht sich hier einmal über das Leben und das neue Album seiner Cartoon-Band "The Gorillaz" aus. Und findet für Beides Bilder, die ins Schweinchenfarbene drängen.

Interview: Dirk Peitz

Als vor vier Jahren das Debütalbum der Gorillaz erschien, wusste man nicht so recht, was davon zu halten sei. Einerseits mühte sich die Plattenfirma Emi zuerst redlich, ein großes Geheimnis um die Hintergründe der Comic-Popgruppe zu machen, andererseits offenbarten sich vor der Veröffentlichung der Blur-Sänger Damon Albarn und der "Tank Girl"-Zeichner Jamie Hewlett doch noch als Urheber; einerseits schien das Konzept von fiktiven Cartoon-Charakteren kühl kalkuliert für einen Teenager-Käufermarkt - Action-Figürchen, bedruckte Bettwäsche, den üblichen Kinderzimmermüll -, andererseits klang die düster-scheppernde Hip-Hop-Musik der Gorillaz eher nach Erwachsenenunterhaltung. Die Rechnung jedenfalls ging auf: Sechs Millionen Mal verkaufte sich das Debüt, die Single "Clint Eastwood" wurde ein Welthit. Am Montag kommt nun das zweite Gorillaz-Album "Demon Days" in den Handel - und trotz wiederholter Beteuerungen, sich nicht mehr öffentlich über die Gorillaz zu äußern, weil die angeblich ein Eigenleben führen, redet Damon Albarn freundlicherweise doch wieder.

Gemischtes Doppel am Mischpult: Irgendwie geht es doch immer weiter.

(Foto: Foto: Jamie Hewlett/EMI)
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