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Unnützes Google Doodle Wissen:Henry van de Velde und das Kompromiss-B aus Belgien

Henry van de Velde, Google Doodle

Henry van de Velde wird von Google mit einem Google Doodle geehrt.

(Foto: Screenshot Google)

Henry van de Velde, der Wegbereiter des Bauhaus, glänzte als Architekt und Designer. Bahnkunden in Belgien profitieren noch heute von seiner Kunst. Nebenbei erwarb sich van de Velde große Verdienste um die Emanzipation der Frau.

Immer wieder zeigt Google auf der Startseite bunte Bilder oder Animationen - und erinnert damit an besondere Menschen oder Ereignisse. Wir sagen Ihnen, was Sie zum Google-Doodle unbedingt wissen müssen. Heute: 150. Geburtstag des 1957 gestorbenen Architekten und Designers Henry van de Velde.

Das ist zu sehen:

Das Google Doodle zeigt ein buntes Sammelsurium an Gegenständen, Gebäuden und einer Eisenbahn. Erkennbar ist der Bücherturm der Universität Gent, ein Sessel, ein pastellfarbenes Bild, das an ein Kunstwerk von Renoir oder van Gogh erinnert und vieles mehr. Ein Mann bringt alles zusammen: Henry van de Velde - Architekt, Designer und Maler. Der Gründer der Großherzoglich-Sächsischen Kunstgewerbeschule Weimar, dem direkten Vorläufer des Bauhaus, hat seine Spuren jedoch nicht nur in Thüringen hinterlassen.

Drei Dinge, die Sie wissen müssen:

  • Henry van de Velde war ein Multitalent. Er machte sich nicht nur als Architekt und Künstler einen Namen, sondern war zeitweise auch als Herausgeber tätig. Von 1914 bis 1916 leitete van de Velde die Cranach-Presse. Sein Freund Harry Graf Kessler, der Gründer des Verlags, war zum Wehrdienst einberufen worden.
  • Wer die belgische Eisenbahn nutzt, kommt an Henry van de Velde nicht vorbei. Das zeitlose Logo mit dem "B" im liegenden Oval entwarf der Designer im Jahr 1936. Das "B" ist übrigens ein Kompromiss. Denn die Belgische Staatsbahn hat zwei Namen - einen holländischen (Nationale Maatschappij der Belgische Spoorwegen) und einen französischen (Société Nationale des Chemins de fer Belges). Das blaue "B" bezieht sich auf ein Wort, mit dem alle leben können: Belgien.
  • Immer mehr Frauen wollten sich um 1900 nicht mehr mit ihrer Rolle als Hausfrau abfinden. Doch was sollten sie im Job tragen? Ganz bestimmt nicht das Korsett, das hatten Mediziner bereits Jahre vorher als gesundheitsschädlich gebrandmarkt. Henry van de Velde zeigte 1900 beim Deutschen Schneidertag erste Entwürfe für die sogenannte Reformkleidung, die Frauen beim Arbeiten nicht einengte.

Interessant für:

Architektur-Studenten, alle Menschen in Weimar, Abonnenten von Schöner Wohnen und Hipster, für die Design mehr ist als das neue iPhone.

Mit diesem Satz können Sie beim Mittagessen punkten:

"Gegen van de Velde kann Steve Jobs einpacken."