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Essay:Im Urwald des Fraßes

Unmoralisch und unsolidarisch: Szene aus Marco Ferreris Film "Das große Fressen" (1973).

(Foto: imago stock&people)

Die Spitzenreiterin unter den Untugenden ist derzeit die Gier. In Filmen, Romanen und Sachbüchern wird ihr der Prozess gemacht. Dabei ist sie eine Energiequelle, der nicht nur Böses entspringt.

Die Meinungen sind gemacht: Die Gier ist ein Grundübel unserer Zeit. Wo immer etwas aus dem Ruder läuft, wird sie umgehend zur Rechenschaft gezogen: als Profitgier in der Wirtschafts- und Bankenwelt, als Machtgier in der Politik, als Sensationsgier in den Medien, im privaten Bereich als Gier nach Geld, Konsum und

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