Nur hat es mit der landläufigen Idee von Pop so viel zu tun wie ein Faustkeil mit einer Strahlenpistole. Letztere, die "Ray Gun", war damals Oldenburgs Metapher für die wünschenswerte Wirkung von Kunst.

Seinem berühmt gewordenen, bei der Documenta 5 gezeigten "Mouse Museum" (1972) mit Hunderten gefundener Alltagsdinge hatte er sogar einen "Ray-Gun-Flügel" angefügt, ein Arsenal mit Spielzeugpistolen und scheinbar archaischen Steinzeitwaffen, um die symbolische Schlagkraft der Kunst vorzuführen.

Diese, so die Vision des jungen Oldenburg, sollte dem wehrlosen Betrachter keinerlei Zeit lassen; sie setzt unter Strom.

Claes Oldenburg: Vitrine 3 des Ray Gun Wing, 1965-1977

Bild: Claes Oldenburg 12. Juli 2012, 14:562012-07-12 14:56:20 © SZ vom 12.07.2012/pak