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Charles Aznavour ist tot:Abschied vom "französischen Frank Sinatra"

Charles Aznavour komponierte für Edith Piaf, sang von Liebe, Krieg und Randgruppen und saß beim Staatsdinner neben der französischen Präsidentengattin. Das Leben des Chansonniers in Bildern.

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Charles Aznavour

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Als "französischer Frank Sinatra" wurde Charles Aznavour oft bezeichnet. Wegen seiner rauen Stimme. Aber der französische Chansonnier war mehr. Ausnahmekünstler. Leitfigur. Idol für viele Franzosen.

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Bedeutende Weggefährtin war für Aznavour La Piaf - Edith. Sie entdeckte sein Talent 1946 und nahm ihn mit auf Tournee. Azanvour komponierte für sie. Hier küsst er der Piaf 1950 zusammen mit dem amerikanischen Schauspieler Eddie Constantine (.l) in Paris die Hand.

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Mit seinem Auftritt im Pariser "L'Olympia" im Jahr 1956, dem Epizentrum des französischen Chansons, gewann er das Großstadt-Publikum. Fortan füllte er die Konzertsäle in Deutschland, England, Russland und Amerika. 1971 gratulierte Aznavour dem US-amerikanischen Komiker Jerry Lewis nach dessen Show im Pariser "L'Olympia".

Charles Aznavour

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Liebe, Transvestiten und Randgruppen: Die Texte waren für Aznavour wichtiger als der Gesang. In seinen Liedern sang er auch von Kriegskindern und von Armenien, für das er sich immer wieder einsetzte. In Armenien wurde er fast schon wie ein Heiliger verehrt. Sogar ein Kulturhaus mit Museum wurde in der Hauptstadt Eriwan nach ihm benannt.

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Aznavour (im Bild 1987 mit Liza Minelli) hat mehr als 1300 Chansons komponiert, mehr als 180 Millionen Platten weltweit verkauft und in fast 70 Filmen mitgewirkt. Er war ein Workaholic. Arbeit war sein Leben und hielt ihn jung: "Wer sich langweilt, altert schneller", so seine Überzeugung.

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Aznavours Stimme war nicht sanft und klar, sondern klang immer leicht erkältet. Sie habe etwas von einem Muezzin, auch etwas Persisches und Nordafrikanisches, wie er selbst einmal sagte. Auf dem Bild von 2006 steht er mit seiner Tochter Katia auf der Bühne.

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Auch wenn Aznavour immer stolz auf seine armenischen Wurzeln war, galt er trotzdem als urfranzösisch. Vor wenigen Wochen noch nahm er an einem Staatsdinner in Versailles für den japanischen Kronprinzen teil und saß neben Brigitte Macron. Nun ist Charles Aznavour im Alter von 94 Jahren gestorben.

© SZ.de/cag/rus
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