Belgien:Das Haus im Sumpf

Lesezeit: 6 min

Der häufigste Vorname: Mohammed. Die größte Wunde: Das Parlament. Brüssel ist die Hauptstadt Europas. Und ein bizarres Zukunftslabor.

Von Stefan Hertmans

Ein bekannter Brüsseler Witz geht so: In einer Kneipe sind sich betrunkene Flamen und Wallonen in die Haare geraten. Brüllerei hin und her, die Sache droht aus dem Ruder zu laufen. Die Polizei kommt, ein Beamter springt aus dem Wagen und ruft: Los, los, bewegt euch, Flamen nach rechts, Wallonen nach links. Ein Mann in einer Dschellaba bleibt in der Mitte der Straße stehen. Und, schreit der Polizist, was machst du da? Ich bin seit heute Belgier, sagt der Mann stolz und hält seinen neuen Ausweis in die Höhe.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
SZ-Magazin
Frauen
»Ich finde die Klischees über Feministinnen zum Kotzen«
Geheimdienste im Ukraine-Krieg
An der unsichtbaren Front
Digitale Welt und Psyche
Mehr, mehr, mehr
Erbschaft
Jetzt noch schnell das Haus verschenken
Nachruf auf Dietrich Mateschitz
Voller Energie
Zur SZ-Startseite