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Ausblick:Mit Soundlogo

Münchner Symphoniker zur neuen Saison

Die Pünktchen über dem Y haben sie behalten, nun tischen die Münchner Symphoniker - oder Sÿmphoniker, wie sie sich selbst schreiben - ein neues PR-Schmankerl auf. Zur Vorstellung der kommenden Saison 2019/2020 bekommt das Orchester ein eigenes Soundlogo. Komponiert und entwickelt von dem Münchner Michael Lauterbach, designt von der Münchner Agentur Blackspace und stolz vorgestellt von Orchesterintendantin Annette Josef und Chefdirigent Kevin John Edusei am Freitag in den Bavaria-Musikstudios.

Zwei tänzelnde gelbe Punkte und sechs Töne. Mit einer kurzen fröhlichen Trällermelodie wollen die Münchner Symphoniker nun auch in den sozialen Medien auf Wiedererkennung setzen. Im öffentlichen Stadtbild sind sie mit ihren sattgelben Plakaten, die die einzelnen Musiker und ihre Instrumente in spielerischen Posen abbilden, schon seit der vergangenen Saison präsent. Geworben wird für Abonnements; zwei Konzertreihen im Herkulessaal und eins wieder im Prinzregententheater stehen auf dem Programm. Darunter einige recht selten gespielte Werke. Wie beispielsweise die Symphonie Nr. 5 in h-Moll von Johann Wenzel Kalliwoda, der Mitte des 19. Jahrhunderts Hofkapellmeister in Donaueschingen war, die im April 2020 nebst Robert Schumann und Franz Liszt gespielt wird.

Er habe ja bisher einen "weiten Bogen" um Pjotr Iljitsch Tschaikowsky gemacht, sagt Edusei. Nun will er sich endlich im Mai 2020 an der 6. Symphonie des Russen, der "Pathétique" probieren. Er belohnt sich dafür ein paar Wochen später mit seinem "absoluten Liebling" Franz Schubert in einem als "Schubertiade" getitelten Konzert, das sich einer Auseinandersetzung mit dem komplexen Schaffen des Komponisten beschäftigen will.

Das Beethoven-Jubiläumsjahr gehen die Symphoniker ganz entspannt an und spielen im Februar seine Ballettmusik "Die Geschöpfe des Prometheus", zu der Schauspieler und Fotokünstler Stefan Hunstein einen neuen Text sprechen wird. Eine weitere Neuerung ist der Wechsel des 1. Gastdirigenten: Zum Saisonstart wird der Belgier David Reiland das Amt übernehmen.