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Amerikanische Literatur:Anekdotenstrudel

Seit seinem Debüt "Ein Platz für Hotdogs" ist der Schriftsteller Tom Robbins der Joker im Kartenspiel der amerikanischen Romanciers. Nun erzählt er aus seinem wilden Leben und vom Bedürfnis, halb nackt herumzutollen.

Von Bernhard Blöchl

Es war ein sonniger Tag im Juli 1964, als Tom Robbins seine Angst vor der Ewigkeit verlor. Der Kunstkritiker aus Seattle saß im Polstersessel eines Ateliers und wartete auf die Wirkung der blauen Pillen. Es lief "Concert by the Sea" von Erroll Garner, deren Schallwellen Robbins nicht nur hören, sondern auch sehen konnte, wie er später behauptete. Dann verschwand er in das Innere einer Margerite, wo es zuging "wie in einer Kathedrale aus Mathematik und Honig". Als sein Bewusstsein aus der Blume auftauchte, hatte er nicht nur seinen ersten und intensivsten LSD-Trip hinter sich. Die lebensverändernde Offenbarung sollte ihn zum angstfreien und Zen-beseelten Versteher machen. Zum Versteher kleiner und großer Zusammenhänge. Zum Versteher des universellen Affenzirkus'.

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