Weitere Briefe:Unmut und Demut

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OECD zu jährlichem Bericht zur Bildung

Eigentlich könnten deutsche Schulen Lehrkräfte aus der Ukraine gut gebrauchen, doch die Bürokratie steht im Weg.

(Foto: dpa)

Die deutsche Bürokratie steht dem sinnvollen Einsatz von ukrainischen Lehrkräften im Weg, findet ein SZ-Leser. Sprachlich nicht sitzengeblieben, antwortet ein weiterer auf das Streiflicht.

Bürokratischer Unsinn

"Dort vertrieben, hier gebraucht" vom 25./26. Juni:

Nachdem wir Anfang März beschlossen hatten, eine ukrainische Lehrkraft für die Schülerinnen und Schüler an unserem Gymnasium zu suchen, hatten wir zwar relativ schnell Interessenten (unter anderem auch Frau Baishur), die letztlich verpflichtete Lehrkraft konnte es sich aber nur leisten zu unterschreiben, weil sie nicht darauf angewiesen war, möglichst schnell ein eigenes und in der Höhe angemessenes Gehalt zu bekommen.

Aufgrund bürokratischer Vorschriften werden selbst Universitätsabschlüsse nur sehr eingeschränkt anerkannt, weswegen ausgebildete und erfahrene ukrainische Lehrerinnen und Lehrer dortiger Gymnasien mit jahrelanger Erfahrung zunächst einmal nach E6, maximal E8 und keineswegs nach E13/14 bezahlt werden sollen.

Und ein echter Skandal liegt in dem "sollen": Obwohl "unsere" Lehrkraft inzwischen seit über drei Monaten zwanzig Stunden pro Woche unterrichtet, hat sie noch keinen einzigen Eurocent auf ihrem Konto!

Andreas Hautmann, München

In unüberbietbarer Demut

"Streiflicht" vom 13. Juni:

Das Streiflicht zum Thema Bescheidenheit, dargestellt unter anderem am Beispiel von Marie von Plettenberg, hat mich animiert, Ihnen in aller Bescheidenheit mitzuteilen, dass die große Schwester der Bescheidenheit die Demut ist.

Ganz demütig darf ich Ihnen verraten, dass die Demut eine Tugend ist und ich über sie verfüge. Ja, es ist sogar so, dass die Demut mein ganzer Stolz ist! In der Demut lasse ich mich von niemand übertreffen! Möge der eine oder die andere sich auch demütig nennen: ich bin noch viel demütiger! In unüberbietbarer Demut und Bescheidenheit schicke ich Grüße nach München!

Norbert Dilger, Rangendingen

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