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Weitere Briefe:Die Bedeutung der Geburt

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Leserbriefe sind in keinem Fall Meinungsäußerungen der Redaktion. Wir behalten uns vor, die Texte zu kürzen.

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Renate Meinhofs Artikel über notwendige Investitionen in die Geburtshilfe kann eine Leserin aus vollstem Herzen zustimmen. Ein anderer Leser hatte große Freude bei der Lektüre des Interviews mit Ultramarathonläuferin Sophie Power.

Einfache Gleichung

" Unter Wehen" vom 7. September: Die Autorin Renate Meinhof hat es verstanden. Danke für diesen großartigen Artikel. Gute Geburtshilfe und Investitionen an der richtigen Stelle rechnen sich für unsere Gesellschaft und auch für das Gesundheitssystem. Sie sorgen für psychisch gesunde Kinder und Mütter, somit für ein gutes Familienleben und damit für eine gesunde und stabile Gesellschaft. Unnötige Folgekosten für Krankheiten aufgrund von Sparmaßnahmen in der Geburtshilfe werden vermieden und es geht allen besser.

Einzig als Überschrift hätte ich mir statt "Hebammen" das Wort "Geburtshilfe" gewünscht oder etwas, was auf Familien hinweist. Für den kleinen, aber wichtigen Berufsstand der Hebammen interessieren sich viele Politiker gefühlt schon lange nicht mehr. Sie schalten ab, sobald sie dieses Stichwort hören. Renate Meinhof schreibt eben auch über die gesamtgesellschaftliche Bedeutung von Geburt. Darüber freue ich mich riesig. Es ist eine einfache Gleichung: Schwangerschaft + Geburt = gut; Mama und Baby körperlich und psychisch gesund = guter Start ins Familienleben = Grundlage für eine gesunde Gesellschaft. Diese Gleichung möge sich bitte die gesamte Riege der Politik zu Herzen nehmen und danach handeln.

Barbara Unucka, München

Das Natürlichste der Welt

" Ich werde mich nicht entschuldigen" vom 15./16. September: Zunächst mit wachsender Verwunderung, dann mit wachsender Begeisterung habe ich dieses Interview mit der Ultramarathonläuferin Sophie Power gelesen. Verwundert war ich zunächst darüber, dass der Interviewer weiter und weiter in die gleiche Richtung fragt, weil er das Offensichtliche vielleicht nicht wahrhaben will: Diese Frau wollte kein Zeichen setzen. Sie wollte nicht sagen: Seht alle her, wie toll ich bin, so können alle Frauen sein. Nein, das Bild zeigt, wie sie sich einfach ihrem Kind widmet und es mit Hingabe stillt. Die Stunden des Laufens vorher und nachher widmet sie sich selbst. Begeistert war ich danach über die Antworten: Stillen ist das Natürlichste der Welt und Frauen sollen sich ihren Wert und ihre Werte nicht vorschreiben lassen. Ich kann hier nur zustimmen, denn es gibt viele Wege, eine gute Mutter zu sein, und jede Frau hat das Recht, ihren eigenen Weg zu suchen und zu gehen. Dabei hat sie die Unterstützung der Gesellschaft verdient, nicht eine Kategorisierung in richtig und falsch, oder gut und schlecht.

Reinhold Müller, Schifferstadt