Schweigen fördert die Leistungsbereitschaft

Der Chef ist mit seiner Geduld am Ende. Schon zum fünften Mal in zwei Wochen erscheint einer seiner Mitarbeiter zu spät im Büro. Er ruft ihn zu sich und legt los - auch zum wiederholten Male. Der Mitarbeiter kommt trotzdem weiter zu spät, lässt die Standpauke über sich ergehen und macht weiter wie bisher. Anders könnte es laufen, wenn der Chef den Mitarbeiter zu sich ruft und nur einen Satz sagt: "Und? Warum soll ich diesmal für Ihre Verspätung Verständnis haben?" Mit unangenehmem Schweigen konfrontiert, wird der Angestellte sich durch eine Entschudigung winden - und derart peinliche Situationen künftig vermeiden, indem er rechtzeitig am Arbeitsplatz sitzt.

Weitere Vorteile von Schweigen präsentiert Cornelia Topf in ihrem Buch Einfach mal die Klappe halten. Warum Schweigen besser als Reden ist, Gabal Verlag, Offenbach 2010.

30. August 2010, 17:522010-08-30 17:52:07 © sueddeutsche.de/leja/lala