bedeckt München 31°

Bewerbung:"Ich kenne da jemanden"

Diplomatie oder Lüge?

So wichtig persönliche Empfehlungen für Bewerber sind - Mitarbeiter, die von Freunden gebeten werden, sich für sie einzusetzen, sollten sich dies genau überlegen. Denn verwendet sich ein Angestellter bei seinem Vorgesetzten für einen Kandidaten, übernimmt er damit Verantwortung für dessen Leistung. Sobald ein Unternehmen nicht zufrieden mit dem Kandidaten ist, bleibt auch ein Makel am Referenzgeber haften.

Doch was tun, wenn ein Bekannter um Hilfe bittet, den der Mitarbeiter nun wirklich nicht empfehlen kann? Eine direkte und offene Ablehnung des Wunsches bedeutet das Ende für die Freundschaft, deshalb ist hier Diplomatie gefragt. In so einem Fall beschränkt man sich entweder auf die Weitergabe reiner Fakten. Bittet der Vorgesetzte um mehr Informationen, sollte sich der Angestellte mit den Worten "Es tut mir leid, mehr kann ich zu dem Bewerber nicht sagen", aus der Affäre ziehen.

Oder aber man lügt. Das empfiehlt zumindest Mell: "Ein Mitarbeiter kann zusagen, sich für jemanden zu verwenden - ohne es dann wirklich jemals zu tun. Besser man flunkert, als die eigene Karriere aufs Spiel zu setzen."