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Akademisierung:Gesundheitsexperten mit Bachelortitel

Ob Hebammen, Pflegekräfte oder Logopädinnen und Logopäden: Für viele Jobs im Gesundheitswesen gibt es mittlerweile nicht nur eine klassische Ausbildung an der Berufsfachschule oder im Betrieb, sondern auch einen Weg über ein Studium an der Hochschule. Darauf weist das Portal Abi.de der Bundesagentur für Arbeit hin. Die Akademisierung ist noch nicht in allen Berufen gleich weit. Doch zum Beispiel für angehende Hebammen ist seit Januar 2020 grundsätzlich ein duales Hochschulstudium mit dem Abschluss "Bachelor of Science" vorgeschrieben. Die bisherige schulische Ausbildung endet mit der Übergangsfrist 2022, teilt das Bundesgesundheitsministerium (BMG) mit.

Auch andere pflegerische und therapeutische Ausbildungsberufe können Interessierte vermehrt an Hochschulen erlernen. In der Pflege etwa gebe es erste Modellstudiengänge wie Angewandte Pflegewissenschaft, Gesundheitswissenschaften oder Evidenzbasierte Pflege, informiert das Portal Abi.de. Eine Übersicht zu Pflegestudiengängen gibt es auf dem Portal Pflegeausbildung.net.

Viele Studiengänge sind dual organisiert: Studienphasen wechseln sich mit Praxisphasen oder der Ausbildung mit staatlicher Anerkennung an einer Berufsfachschule ab. Die akademische Ausbildung trage zur europäischen Vergleichbarkeit der Abschlüsse bei, so Michael Hümmer, Berufsberater bei der Agentur für Arbeit Fürth. In anderen europäischen Ländern gebe es solche Studiengänge schon lange.

© SZ vom 07.05.2021 / DPA
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