SchwangerschaftSchwere Geburt des Schwangerschaftstests

Erst seit den 70ern haben Frauen die Möglichkeit, eine Schwangerschaft sicher festzustellen. Davor holten sie Rat bei Weizenkeimen und Froschlaich.

Weizen und Gerste

Etwa ab der 20. Woche kann eine Schwangere die Bewegungen des Kindes wahrnehmen - aber den Wunsch, über den Nachwuchs Bescheid zu wissen, bevor er sich eindeutig bemerkbar macht, gibt es schon seit dem Altertum. Interessanterweise spielte der Urin der Frau schon damals eine Rolle. Einer der ältesten Belege dafür ist ein etwa 3 000 bis 4 000 Jahre alter Papyrus aus Ägypten, auf dem eine Methode zur Feststellung einer Schwangerschaft beschrieben wird: Weizen- und Gerstensamen wurden in Stoff gewickelt, und die Frau musste auf diese Getreidemischung urinieren. Wenn die Samen daraufhin nicht keimten, wurde angenommen, die Frau sei nicht schwanger. Ging der Weizen auf, bekam sie angeblich ein Mädchen, war es die Gerste, einen Jungen.

8. Februar 2016, 11:072016-02-08 11:07:09 © SZ vom 06./07.02.2016/beu