Huntington-Krankheit Das verfluchte Tal

Auf eine Familie wollte Reto Lamprecht (Mitte) trotz des Risikos nie verzichten.

(Foto: Markus Bühler)

Im Schweizer Val Müstair leidet eine Großfamilie seit vielen Generationen unter der erblichen Huntington-Krankheit. Über ein Leben in ständiger Ungewissheit.

Von Anke Fossgreen

Wer mit dem Postauto auf der kurvigen Straße über den Ofenpass ins Val Müstair eintaucht und kurz vor Santa Maria aussteigt, wähnt sich in einer heilen Welt. Von hier aus geht eine kaum befahrene Straße sanft bergauf zum Weiler Craistas. Am Wegrand zieren weiße Schafgarben die saftigen Alpwiesen. Die Grillen zirpen um die Wette.

Doch das Idyll trügt - über dem Schweizer Tal liegt ein Fluch. Eine schwere Erbkrankheit, die Huntington-Krankheit, betrifft eine weitverzweigte Familie, die seit mehr als hundert ...

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