Süddeutsche Zeitung

Weihnachten:Deutsche wollen weniger für Geschenke ausgeben - und mehr spenden

  • Deutsche wollen laut einer Studie zu Weihnachten weniger ausgeben als im Vorjahr.
  • Die Summe der Spenden, etwa für Flüchtlinge, stieg im Jahr 2015 dagegen stark an - besonders bei der Altersgruppe der etwa 30-Jährigen.

Zu Weihnachten wollen deutsche Verbraucher im Schnitt 274 Euro für Geschenke ausgeben. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der GfK. Das sind zwar elf Euro weniger als im Vorjahr, allerdings spendeten die Menschen in diesem Jahr zugleich deutlich mehr, etwa für Flüchtlinge. Es sei davon auszugehen, dass dieser Trend bis zum Jahresende anhalte, erklärten die GfK-Experten.

Bis Herbst stieg das Spendenvolumen über das Jahr gesehen um 14 Prozent. Im September, als das Flüchtlingsthema die Schlagzeilen besonders stark prägte, habe es ein Plus von 40 Prozent gegeben, hieß es. Ganz besonders viel Geld komme dabei von der Altersgruppe der etwa 30-Jährigen: Sie gebe 24 Euro weniger für Präsente aus, im Schnitt dafür aber pro Kopf 63 Euro mehr an Flüchtlings-Hilfsorganisationen.

Weihnachten trotzdem ein Milliarden-Geschäft

Insgesamt kann der Handel nach Schätzungen der Marktforscher auf Umsätze von 14,3 Milliarden Euro mit Weihnachtsgeschenken hoffen, ein Minus zum Vorjahr von fünf Prozent. Das Weihnachtsgeschäft - also die Umsätze im November und Dezember - ist für den Einzelhandel immens wichtig.

Die beliebtesten Geschenke sind weiterhin Bücher, Spielwaren und Kleidung. Als Trend zeichneten sich Geldgeschenke unter dem Weihnachtsbaum ab, ermittelten die GfK-Forscher. Das Volumen von 3,5 Milliarden Euro dürfte später in den Kassen der Einzelhändler landen.

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SZ/dpa/Reuters/jasch/mahu
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