Die Privatisierungen, die 50 Milliarden Euro einbringen sollen, sorgen für weniger Aufschrei als das neue Spar- und Steuererhöhungspaket, von dem sich Athen weitere 6 Milliarden Euro verspricht.

Unter anderem sollen die bisherigen Steuerfreibeträge wegfallen und eine einheitliche, im Schnitt höhere Mehrwertsteuer, soll die bisherigen Steuersätze zwischen 13 und 23 Prozent ersetzen. Pläne, die erneut zu Lasten der Angestellten, Arbeiter und Rentner gehen, denen schon bislang der Großteil der Sanierung aufgebürdet wurde und die heute bis zu 30 Prozent weniger Geld in der Tasche haben als vor einem Jahr. Viele kritisieren, dass genau diese Strategie im vergangenen Jahr den Konsum blockiert und für die starke Rezession gesorgt habe, die Griechenland nun zu schaffen macht: Das Land spare sich zu Tode, sagt die Opposition.

Bild: dpa 25. Mai 2011, 13:002011-05-25 13:00:12 © SZ vom 25.05.2011/bbr