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Finanzen kompakt:Einzelhandel bangt um Bargeldversorgung

Nach dem glänzenden Weihnachtsgeschäft sorgt sich der Einzelhandel in Deutschland um seine Bargeldversorgung. Schon zum Jahreswechsel könne das Münzgeld in kleineren Geschäften knapp werden, warnte der Präsident des Handelsverbands Deutschland (HDE), Josef Sanktjohanser, auf bild.de. Viele Händler bekämen von ihrer Hausbank kein Münzgeld mehr, weil immer mehr Filialen diesen Service einstellten.

Hintergrund ist offenbar, dass die Bundesbank die Münzgeldversorgung der Banken schrittweise auf große Norm-Container umstelle, in denen beispielsweise 75.000 Ein-Euro-Münzen seien. Banken oder Geldtransportunternehmen, die Münzen für den Handel beschaffen und nur kleinere Mengen brauchen, hätten hohe Gebühren zu tragen, die an den Handel weitergereicht würden, sofern die Geldbeschaffung nicht per langfristigem Vertrag geregelt sei.

Dementsprechend hätten kleinere Händler statt bisher sieben oder acht Cent pro Rolle künftig vier bis sechs Cent mehr zu zahlen. Laut HDE forderten Banken vereinzelt sogar schon 25 Cent pro Rolle, was bei einer Rolle mit 50 Ein-Cent-Münzen der Hälfte des Gesamtwerts der Münzrolle entspreche. "Die Bargeldbeschaffung verteuert sich im Extremfall um bis zu 300 Prozent", sagte Sanktjohanser. Die höheren Kosten würden zumindest teilweise auf die Verbraucher umgelegt.

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