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Familienkritik an Milliardenbetrüger:Madoff, das "Monster"

Die Schwiegertochter von Bernard Madoff rechnet mit dem berüchtigten New Yorker Milliardenbetrüger ab: Sie hasse ihn aus ganzen Herzen und übt harsche Kritik an der Verfilmung seines Lebens mit Robert de Niro.

Bernie Madoff sei "ein Monster", sie hasse ihn "aus ganzem Herzen", sagte Stephanie Madoff Mack dem Nachrichtenmagazin Spiegel. Bernie Madoff war vor drei Jahren, am 11. Dezember 2008, als größter Betrüger der Finanzgeschichte aufgeflogen.

Exquisiter Geschmack? Ein paar Hausschuhe mit den Initialien von Madoff bei einer Auktion von Gegenständen aus dem Privatbesitz des Betrügers (Juni 2010).

(Foto: AP)

Er leide unter wahnhaften Wahrnehmungsstörungen, sei "krank", fügte Stephanie Madoff Mack im Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin hinzu. Sie ist die Witwe von Mark Madoff, Bernies Sohn, der sich zum zweiten Jahrestag der Enthüllung das Leben genommen hatte: Er erhängte sich mit der Hundeleine im Apartment des Paares.

Madoff Mack sagt, sie habe ihren Schwiegervater und dessen Frau Ruth ursprünglich "vom ersten Moment an" gemocht, die Madoffs für "die perfekte Familie" gehalten. Doch in Wahrheit sei alles nur "ein einziger großer Maskenball" gewesen. Madoff Mack kritisiert zudem, dass der Betrugsfall nun verfilmt werden soll - mit Robert De Niro in der Rolle als Bernie: "Das befeuert doch nur seinen krankhaften Narzissmus."

Madoff wurde zu 150 Jahren Haft verurteilt. Zweieinhalb Jahre davon hat er schon abgesessen.