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Europa und die Finanznot:Spar! Dich! Reich!

Glücksspiel in Griechenland oder Steuererhöhung in Spanien: Die Euroländer haben alle einen eigenen Weg, um ihre Schulden zu bekämpfen. Ein Überblick in Bildern.

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Sparkaket Bundesregierung

Quelle: dpa

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Glücksspiel in Griechenland oder Steuererhöhung in Spanien: Die Euroländer haben alle einen eigenen Weg, um ihre Schulden zu bekämpfen. Ein Überblick in Bildern.

Deutschland

80 Milliarden in vier Jahren: So sieht der Sparkurs der Bundesregierung aus. Allein im Jahr 2011 sind Einschnitte in Höhe von 13,2 Milliarden Euro geplant. Etwa ein Drittel der Kürzungen entfällt auf den Sozial- und Arbeitsetat, etwa durch Streichungen beim Elterngeld bei Hartz-IV-Empfängern. Dazu kommen Belastungen für die Wirtschaft durch geringere Vergünstigungen bei Energiesteuern sowie eine Luftverkehrsabgabe. Auch auf Banken kommen zusätzliche Belastungen zu. Der Bund selbst will bis zu 15.000 Beamtenstellen streichen. Dafür werden Steuererhöhungen ausgeschlossen.

Milleniumsfeuerwerk am Eiffelturm, 2000

Quelle: ag.ap

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Frankreich

Eigentlich kein Grund für ein opulentes Feuerwerk: Die Franzosen sollen von 2018 an erst mit 62 Jahren in Rente gehen können. Zugleich werden die Steuern für Spitzenverdiener und auf Kapitaleinkünfte angehoben. Zudem sollen zwischen 2011 und 2013 alle Staatsausgaben eingefroren werden und die Kosten im Staatsapparat um zehn Prozent schrumpfen.

Kolosseum in Rom, Antike, Sehenswürdigkeit

Quelle: ag.dpa

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Italien

In Italien wird es la Dolce Vita künftig wohl nur auf Sparflamme geben. Das Land will das Haushaltsdefizit um 24 Milliarden Euro reduzieren. Dafür sollen unter anderem die Gehälter von Staatsangestellten eingefroren, das Rentenalter angehoben und die Einkommen von Spitzenverdienern gekappt werden. Die Regionalregierungen sollen Kreisen zufolge auch noch mal etwa 13 Milliarden Euro bei ihren Ausgaben 2011/2012 einsparen. Das Ziel: Das Haushaltsdefizit bis 2012 auf 2,7 Prozent zu reduzieren.

Sagrada Familia Barcelona Antoni Gaudí

Quelle: Cesar Rangel / AFP

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Spanien

Die Regierung unter José Luis Rodríguez Zapatero will binnen drei Jahren die Baustelle Haushalt um insgesamt 65 Milliarden Euro entlasten. Dafür werden die Löhne im öffentlichen Dienst gekürzt und die Sozialausgaben zurückgefahren. Zudem ist eine Reichensteuer im Gespräch. Dadurch soll das Haushaltsdefizit in diesem Jahr auf 9,3 Prozent gesenkt werden.

Akropolis in Athen

Quelle: dpa

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Griechenland

Die Griechen hat es besonders schwer erwischt: In dem Mittelmeerland wird die Beamtenbesoldung unter anderem beim Urlaubs- und Weihnachtsgeld gekürzt; Abgaben und Mehrwertsteuer werden erhöht, die Renten eingefroren. Zudem wird das Renteneintrittsalter angehoben. Auf Immobilienbesitzer kommen höhere Steuern zu, neue Glücksspiellizenzen werden ausgegeben.

Die Regierung in Athen plant zudem den Verkauf von Tafelsilber wie Anteile an der Eisenbahngesellschaft OSE. Mit dem drastischen Sparkurs will Griechenland sein Haushaltsdefizit von 13,6 Prozent 2009 auf 2,6 Prozent bis 2014 senken. Durch das drakonische Sparprogramm hat sich Griechenland Finanzhilfen der EU und des IWF in Höhe von 110 Milliarden Euro in den kommenden drei Jahren gesichert.

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Quelle: AP

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Portugal

Das hochverschuldete südeuropäische Land kämpft mit Gehaltskürzungen und Steuererhöhungen gegen sein Defizit. Die Mehrwertsteuer wird auf 21 Prozent erhöht. Zudem wird eine neue Einkommensteuer mit einem Aufschlag von einem bis 1,5 Prozent eingeführt. Allein in diesem Jahr sind Einsparungen über zwei Milliarden Euro geplant. Die Mitte-links-Regierung will so ihr Defizit in diesem Jahr auf 7,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts reduzieren.

Pub in Dublin mit Bier

Quelle: REUTERS

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Irland

Irland ist bei seinen Sparanstrengungen bereits weiter als andere Staaten. Die Regierung auf der Grünen Insel will allein in diesem Jahr vier Milliarden Euro einsparen, in den beiden folgenden Jahren jeweils drei Milliarden. Dazu werden unter anderem die Löhne im öffentlichen Dienst gekürzt und Steuern erhöht. Bisherigen Prognosen von Ökonomen zufolge wird das irische Haushaltsdefizit in diesem Jahr bei 11,5 Prozent der Wirtschaftsleistung und damit weit über der Maastricht-Grenze von drei Prozent liegen.

© sueddeutsche.de/Reuters/stl/mel/cmat
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