Cebit-Trend: Cloud Computing:Ab in die Wolke

Wer auf Cloud Computing setzt, muss keine Programme mehr auf dem Rechner installieren. Das klingt praktisch, birgt aber auch Risiken. Wie Verbraucher die neuen Möglichkeiten nutzen können.

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Cloud Computing ist das Schlagwort der am Dienstag beginnenden Hightech-Messe Cebit. Beim Rechnen in der Wolke sind Anwendungen nicht mehr auf einem festen Rechner installiert, sondern ins Internet ausgelagert. Solche Dienste können auch dem normalen Computernutzer etwas bringen.

DAS PRINZIP: War es bislang notwendig, Programme auf dem Computer zu installieren, entfällt das beim Cloud Computing. Die Software läuft auf großen Servern irgendwo auf der Welt, die Nutzer rufen sie über ihren Internetbrowser auf. Das kann von jedem Computer geschehen - zuhause, auf der Arbeit oder sogar vom Smartphone. Mit der Wolke müssen Nutzer sich auch nicht mehr selbst um die regelmäßig notwendigen Programmupdates kümmern.

Zerfallendes @-Zeichen

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E-MAIL: Beim Lesen und Schreiben von E-Mails bewegen sich die meisten Nutzer schon seit langem in der Wolke, ohne sich dessen bewusst zu sein: Wer seine E-Mails nicht über ein Programm wie Thunderbird oder Outlook sondern über eine Internetseite abruft, betreibt Cloud Computing. Diese Webmail-Dienste leiden mittlerweile auch nur noch selten unter umständlicher Bedienung, langen Wartezeiten oder zu wenig Speicherplatz.

Technik-Tower

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ONLINESPEICHER: Das Speichern von Dokumenten im Internet hat zwei Vorteile: Es ist eine einfache Möglichkeit, Backups zu machen - und die Dateien sind von überall zugänglich. Bislang war das Hochladen und Synchronisieren der jeweils aktuellsten Versionen häufig aufwendig. Mittlerweile gibt es aber Dienste wie Dropbox, die automatisch die Dateien zwischen gleich mehreren Computern synchronisieren können und immer überall die aktuellste Version zur Verfügung stellen. Sie erlauben es, Dokumente jederzeit von jedem Rechner zu bearbeiten, auch wenn der Computer gerade offline ist.

CeBIT 2008 - Aufbau

Quelle: Kay Nietfeld/dpa

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FOTOS: Für Fotos gibt es eine Vielzahl von Cloud-Computing-Angeboten. Weit verbreitet sind etwa die Dienste Flickr und Picasa Web-Alben. Sie ermöglichen es den Nutzern, die Bilder der gesamten Internetgemeinde oder ausgewählten Freunden zu präsentieren. Beide haben zudem die Software Picnik integriert, mit der Fotos direkt im Internet bearbeitet werden können. Auch vom renommierten Fotobearbeitungs-Programm Photoshop gibt es eine abgespeckte Onlineversion.

Mann zeichnet Schema

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OFFICE: Wer Briefe schreiben, Präsentationen erstellen oder Berechnungen in Tabellen vornehmen will, greift bislang meist auf Microsoft Office oder Konkurrenzprogramme wie OpenOffice zurück. Auch hierfür gibt es im Internet mittlerweile Angebote, bei denen Dokumente online gespeichert, bearbeitet und ausgetauscht werden können. Kostenlos bietet diese Möglichkeit etwa Google Docs. Auch Microsoft hat ein kostenloses Online-Office im Angebot, dieses kann auch mit den aktuellen Standardversionen von Microsoft Office zusammenarbeiten. Allerdings gilt bei diesen Angeboten: Den Funktionsumfang der klassisch installierten Officepakete erreichen sie bei weitem nicht.

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BETRIEBSSYSTEM: Der Internetriese Google treibt die Entwicklung bei Online-Anwendungen in der Wolke seit langem an. Diese Entwicklung befeuert er einerseits mit dem seinem überaus erfolgreichen Betriebssystem Android für Smartphones, das nun auch auf Tablet-PCs verstärkt Einzug erhalten soll. Zudem entwickelt Google das Betriebsystem Google Chrome OS für Computer. Dieses besteht im Prinzip nur aus einem Internetbrowser - aus dem die Nutzer dann die verschiedenen Programme in der Wolke aufrufen sollen.

Demonstration fuer mehr Datenschutz

Quelle: dapd

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DATENSCHUTZ UND SICHERHEIT: Die große Herausforderung beim Cloud Computing ist die Sicherheit. Wenn alle Dienste und Daten auf Servern im Internet liegen, werden diese Großrechner zum begehrten Angriffsziel für Cyberkriminelle. Viele Angebote stammen zudem bislang von Firmen aus den USA, die die deutlich strengeren Datenschutz-Bestimmungen der EU nicht beachten. Auch gestehen sich manche Anbieter Nutzungsrechte für die Dateien der Nutzer zu - etwa bei Fotos. Verbraucher sollten sich daher genau überlegen, ob und welche Daten sie einem Cloud-Anbieter anvertrauen wollen.

© sueddeutsche.de/afp/mri
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