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Alte Schule:Sarah Kuttner

Anfrage SZ Fragebogen Sarah Kuttner

Sarah Kuttner, geboren 1979 in Ostberlin, machte ihr Abitur am John-Lennon-Gymnasium in Berlin und ging danach für ein Jahr nach London. Anfang der 2000er-Jahre wurde sie als Moderatorin bei den Musiksendern Viva und MTV bekannt, derzeit ist sie mittwochs in der Satiresendung „Extra Drei“ zu sehen und mit Medienkritiker Stefan Niggemeier im Podcast „Das kleine Fernsehballett“ zu hören. Auch als Autorin ist Kuttner erfolgreich („Mängelexemplar“, „Kurt“), seit diesem Jahr betreibt sie außerdem das Modelabel „Oakling“.

(Foto: Marco Justus Schöler)

Klassenclown, Maulaufreißer, jung und manchmal ungestüm - auf Kosten von Frau Kästner: Die Moderatorin und Autorin im SZ-Fragebogen über ihre Schulzeit.

Erste Reihe oder letzte Bank?

Damals eher letzte Bank. Das ist lustig, weil ich jetzt im Rahmen einer Ausbildung zum Hundeverhaltensberater noch mal ein Jahr lang zur Schule gegangen bin, und da saß ich in der ersten Reihe.

Influencer oder Follower?

Weder noch. Ich war wohl eher noch Klassenclown und Maulaufreißer. Keinesfalls unbeliebt, aber auch nicht die Anführerin des Schulhofes.

Mein Hobby in der Pause?

Das Übliche: Gummitwist, Stullentausch, Zigaretten kaufen oder direkt nach Hause gehen. Auf dem Gymnasium wurde eine Zeit lang Tischtennis gespielt.

Das würde ich gern vergessen:

Ich erinnere mich gern. Auch an Schlechtes.

Ein Denkmal gebührt ...

... meiner Russischlehrerin Frau Wittig. Sie war laut, lustig und hatte Bock auf Mode. Aber sie war auch streng wie Sau. Immer fair, aber streng. Kein Bullshit mit Frau Wittig.

Lernen ist ...

... nur dann Spaß, wenn die Motivation stimmt, das Gehirn ein bisschen verführt wird. Alles andere ist stumpfes Pressen unemotionaler Informationen in ein kindliches Hirn.

Noten sind ...

Ich finde es immer hilfreich, anhand eines gewissen Systems bewertet zu werden. Mir hilft das bei der Orientierung, aber ich glaube gern, dass es dafür inzwischen noch bessere Methoden gibt.

Schule müsste ...

... später anfangen. Und digitaler werden.

Entschuldigen muss ich mich bei ...

Ich habe mal im Namen der ganzen Klasse unsere Englischlehrerin Frau Kästner die Meinung gegeigt. Sie hat daraufhin weinend die Klasse verlassen. Das war Mist. Entschuldigung Frau Kästner! Ich war jung und ungestüm.

Zur Schule haben alle was zu sagen. Waren ja alle da. Deshalb gibt es jede Woche "Alte Schule".

© SZ vom 21.12.2020
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