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Alte Schule:Martin Sonneborn

'Die Partei' klagt gegen finanzielle Rückforderungen

Martin Sonneborn, geboren 1965 in Göttingen, besuchte eine katholische Privatschule in Osnabrück und studierte Germanistik, Publizistik und Politikwissenschaften in Münster, Wien und Berlin. Von 2000 bis 2005 war er Chefredakteur des Satire-Magazins Titanic. Seit 2004 ist er Vorsitzender der von ihm mitgegründeten Partei Die Partei, für die er 2014 ins Europäische Parlament einzog.

(Foto: dpa)

Lümmel aus der letzten Bank, Schneeballartist in der Pause, Elternschreck am Telefon: Der Satiriker und EU-Abgeordnete im Fragebogen.

Erste Reihe oder letzte Bank?

Genau wie im EU-Parlament: Letzte Bank, bei den Lümmeln.

Influencer oder Follower?

Kommentator.

Mein Hobby in der Pause?

Fußball, mit einem kleinen Tennisball (Sommer), Schneebälle auf die Glatze des Lateinlehrers (Winter).

Meine größte Stunde?

Nach der Abi-Klausur rief ich die Mutter eines Mitschülers an, gab mich als der strengkonservative Deutschlehrer aus und bat um dringenden Rückruf ihres Sohnes. Der erfolgte nach Mitternacht, brachte Missverständnisse und lustige Eskalationen mit sich.

Das würde ich gern vergessen:

Die 6 in der Mathe-Arbeit.

Ein Denkmal gebührt ...

... Pater Werinhard Einhorn. Er hat einen ironisch gehaltenen Aufsatz gut benotet.

Lernen ist ...

... heute wahrscheinlich noch wichtiger als früher, gerade weil Smartphones uns so vieles abnehmen.

Noten sind ...

... in manchen Entwicklungsstadien der Adoleszenz von angemessen geringer Bedeutung.

Schule müsste ...

... in der Politik einen höheren Stellenwert haben.

Entschuldigen muss ich mich bei ...

... unserem Lateinlehrer. Er hat nie herausgefunden, von wem die Schneebälle kamen.

Entschuldigen muss sich bei mir ...

... derjenige, der meinen Namen ausgeplaudert hat, als der strengkonservative Deutschlehrer mit hochrotem Kopf um Aufklärung bat.

Zur Schule hat jeder was zu sagen. War ja jeder da. Deshalb gibt es jede Woche "Alte Schule".