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Tierquälerei bei Hundetransport:78 Hundewelpen in einem Kofferraum

Illegaler Tiertransport gestoppt

Die Verkehrspolizei Schweinfurt-Werneck (Bayern) hat auf der A70 ein Auto mit 78 Hundewelpen im Kofferraum gestoppt.

(Foto: dpa)

Eingepfercht in vergitterte Boxen, katastrophale hygienische Zustände und kaum Luft zum Atmen: Die Autobahnpolizei Schweinfurt hat in einem Kofferraum 78 Hundewelpen entdeckt - auf engstem Raum zusammengequetscht. Leider ist dieser illegale Tiertransport kein Einzelfall.

Wieder hat die Polizei einen illegalen Hundetransport gestoppt, bei dem die Tiere brutal auf engstem Raum zusammengepfercht waren. Die 78 Welpen wurden am Samstag bei einer Verkehrskontrolle auf der Autobahn 70 beim unterfränkischen Werneck im Kofferraum eines Autos entdeckt. "Die Hundebabys im Alter von etwa vier bis sechs Wochen waren in mehreren Kunststoffgitterboxen entgegen jeglicher Tierschutzbestimmungen eingepfercht", berichtete Michael Zimmer vom Polizeipräsidium in Würzburg.

In den vergangenen Jahren hat die Autobahnpolizei immer wieder in Bayern solche Hundetransporte gestoppt. Meist werden in Osteuropa gezüchtete Hunde unter tierquälerischen Bedingungen nach Westeuropa geschmuggelt, weil dort für Rassehunde viel Geld gezahlt wird. Mitunter werden die Tiere auf Märkten wie Massenware angeboten. Die kleinen Hunde waren diesmal in sieben Gitterboxen und einem Karton eingesperrt. "Die hygienischen Zustände in dem Kofferraum des Autos waren katastrophal", sagte Polizeisprecher Zimmer.

Unter den Welpen waren Hunde verschiedener Rassen, darunter Chihuahuas, Möpse, Cocker Spaniels und Berner Sennenhunde. Die Beamten schalteten das Veterinäramt des Landratsamts Schweinfurt ein, um die Welpen möglichst schnell zu versorgen und unterzubringen. "Bei 78 Welpen ist das natürlich mit einigem organisatorischen Aufwand verbunden", sagte Zimmer. Die Hunde wurden ins Tierheim gebracht, "jetzt geht es ihnen besser".

Gegen den 55 Jahre alten Fahrer des Autos, der die Welpen im Auftrag seines Chefs von Tschechien nach Belgien transportieren sollte, wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Der Mann musste mit Blick auf die zu erwartende Strafe eine Sicherheitsleistung von 5000 Euro zahlen.