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CSU:Stoiber strahlt wieder

Recht vergnügt erschien Stoiber erstmals wieder zur einer Vorstandssitzung der CSU und ließ wissen, dass es ihm ganz hervorragend gehe.

Katja Auer

Edmund Stoiber hat am Montag von CSU-Chef Erwin Huber die Urkunde zu seiner Ernennung zum Ehrenvorsitzenden der Partei erhalten - fast genau ein Jahr nachdem die Fürther Landrätin Gabriele Pauli in einer spektakulären Vorstandssitzung mit ihren Spitzelvorwürfen gegen einen Vertrauten Stoibers seinen Sturz als Ministerpräsident und CSU-Chef eingeleitet hatte.

Auf der CSU-Vorstandssitzung ist Edmund Stoiber zum Ehrenvorsitzenden der Partei ernannt worden.

(Foto: Foto: dpa)

Recht vergnügt erschien Stoiber nun erstmals wieder zur einer Vorstandssitzung und ließ wissen, dass es ihm ganz hervorragend gehe. Der fehlende Termindruck mache es möglich, dass er sich etwas mehr um seine körperliche Fitness kümmern könne. Daheim habe er sich sogar an den Weihnachtsvorbereitungen beteiligt, "was ich bisher überhaupt nicht so gemacht habe".

Im Parteivorstand dagegen überließ der Ex-Chef den Kollegen das Wort. 30 Wortmeldungen waren zu behandeln und Stoiber habe interessiert teilgenommen, berichtete Huber anschließend. "Er hat sich durch seine Körpersprache intensiv beteiligt", sagte er. "Vielfältiges Kopfnicken" des früheren Vorsitzenden wertete Huber als Zustimmung zu den besprochenen Themen.

© SZ vom 18.12.2007
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