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Bayern-Tipps:Klassiktage und Ausstellung

In Bad Kohlgrub sind Meisterwerke der Kammermusik zu hören, in Regensburg geht es um das Thema Auswanderung nach Amerika

Klassiktage Ammergauer Alpen

Das Arundosquintett gastiert am 20. September bei einem Dinnerkonzert in Bad Kohlgrub.

(Foto: Klassiktage Ammergauer Alpen)

Bad Kohlgrub - Meisterwerke der Kammermusik stehen auf dem Programm der 5. Klassiktage Ammergauer Alpen in Bad Kohlgrub (bis 21. September). Über die Kammermusik hinaus stellten die Organisatoren Beate und Josef Gilgenreiner eine Mischung aus Konzerten der leichten Muse, musikalischer Lesung und kulinarisch-musikalischem Abend zusammen. Überdies wird während des Festivals im Lampl-Haus die Ausstellung "Zwischenzeit" mit Werken der Künstlerin Michaele Gräper gezeigt. Im Mittelpunkt der Klassiktage stehen die 1920er-Jahre. Das Ensemble Musenkuss Kabinett bietet dazu am 18. September eine humoristisch-frivole Liedrevue mit Evergreens und Chansons aus jenen Tagen der scheinbar grenzenlosen Unbeschwertheit. Am 19. September gastiert der Klarinettenvirtuose Fabio di Casola mit dem Streichquartett Weber/Well und dem Kontrabassisten Josef Gilgenreiner. Dazu gibt es am 21. September ein musikalisch-literarisches Panoptikum mit dem Tatort-Kommissar Udo Wachtveitl und dem Duo Weber/Well. Thema: Revolution in Bayern. Alle Konzerte finden im Haus des Gastes in Bad Kohlgrub statt (Gesamtprogramm: www.klassiktage.com). Karten: Tel. 08845/74220.

Sehnsuchtsland Amerika

Geselligkeit im Texas des 19. Jahrhunderts: Blick in den Saloon des Wilhelm Bücherl in Brenham.

(Foto: Familie Bücherl)

Regensburg - Die Möglichkeit, einen neuen Anfang zu machen, fasziniert die Menschen seit jeher. Amerika war im 19. Jahrhundert für viele Menschen aus der oft von Armut und Elend geprägten "alten Welt" ein solcher Ort des Neuanfangs, quasi ein Sehnsuchtsort. Hunderttausende folgten damals dem Ruf der Freiheit und des Abenteuers. Zu ihnen zählte Wilhelm Bücherl (1856-1905) aus Waldmünchen. Er unternahm die beschwerliche Reise über den Ozean, um in Amerika sein Glück zu versuchen. In Brenham, Texas, konnte er sich ein neues Leben aufbauen. Er betrieb dort einen Saloon, gründete eine Familie, deren Nachkommen bis heute in den Vereinigten Staaten leben. William Buecherl, wie er sich amerikanisiert nannte, steht somit stellvertretend für viele Millionen andere, oft ähnliche Lebensschicksale. Die Ausstellung "Auf nach Amerika!" in der Staatlichen Bibliothek Regensburg (Gesandtenstraße 13) beleuchtet anhand von Buecherls Lebensweges das Phänomen der Auswanderung im 19. Jahrhundert. Die Ausstellung läuft noch bis zum 14. September im Foyer, und zwar zu den Öffnungszeiten der Bibliothek (Montag bis Freitag 9-18 Uhr, Samstag 14 bis 18 Uhr), Telefon 0941/630806-0.