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Navigation der Zukunft:Mit Weitblick sparen

Preiswerte und mobile Navis setzten den Autoherstellern ziemlich zu. Mehrwert muss also her: BMW will die eigenen Routenfinder künftig mit der Motorelektronik koppeln und so Sprit sparen.

Auf der Suche nach dem rechten Weg greift im Auto heute niemand mehr ernsthaft zu Atlas oder Straßenkarte: Navigationssysteme haben sich in den vergangenen Jahren fast flächendeckend durchgesetzt. Während hochpreisige Fahrzeuge zumeist mit integrierten Navigationssystemen ausgestattet sind, setzen die Fahrer von Klein- und Kompaktwagen vor allem auf preiswerte Saugnapflösungen. Die kosten zwischen 100 und 450 Euro und sind kaum schlechter als die 1800 bis 4000 Euro teuren Komplettsysteme.

"Ilena" soll in Zukunft führen - die "intelligente lernende Navigation"

(Foto: Foto: BMW)

Mit neuen Technologien wollen die Autohersteller Zubehörfirmen wie Navigon, TomTom oder Becker nun einmal mehr das Leben schwerer machen und die eigenen Ausstattungsquoten nach oben treiben.

BMW war einer der ersten Hersteller, der in seinen Einbaulösungen nicht nur die schnellste und kürzeste, sondern auch die effizienteste Wegstrecke zur Wahl anbot. In der Münchner Forschungsabteilung ist man mittlerweile jedoch deutlich weiter. Die ersten Prototypen weisen den Weg auch dann, wenn man die Routenführung gar nicht aktiviert hat.

Unter dem Arbeitstitel "Ilena - intelligente lernende Navigation" werkeln die BMW-Entwickler an einem Navigationssystem, das die Route vorhersagt, ohne dass man sie selbst gewählt hat - was besonders sinnvoll ist , wenn so auch noch Kraftstoff gespart werden kann. Entwickler Andreas Winckler: "Wenn wir diese prädiktive Navigation mit den Bausteinen von Efficient Dynamics verbinden, sind in der Praxis Einsparungen von fünf bis zehn Prozent Kraftstoff möglich."

Navigation der Zukunft

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