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Engpässe an deutschen Tankstellen:Benzin wird knapp

An Ostern droht deutschen Tankstellen das Benzin auszugehen. Schuld sind den Ölkonzernen zufolge das Chaos um den Biosprit E10 und die Umstellung auf Sommerkraftstoffe - kombiniert mit dem österlichen Reiseverkehr und dem Fahrverbot für Tanklaster.

An vielen deutschen Tankstellen könnte es über Ostern zu Versorgungsengpässen kommen. Sowohl Super, Super Plus als auch der Biotreibstoff E10 könnten vorübergehend ausverkauft sein, teilten die großen Ölkonzerne der Welt am Sonntag mit.

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Der letzte Tropfen? An den Feiertagen kann es an deutschen Tankstellen zu Benzin-Engpässen kommen.

(Foto: dapd)

"Am Ostermontag kann es kritisch werden", sagte eine Shell-Sprecherin. An den Tankstellen des Konzerns könne es in den nächsten Tagen "punktuell zu Leerständen" kommen. Auch Sprecher von Aral und Esso bestätigten, dass Engpässe drohen. Als Gründe würden "die Anpassung des Vertriebs und der Produktion an die veränderte Nachfrage" genannt.

Konkret hat die Mineralölwirtschaft mit logistischen Problemen zu kämpfen, weil viele Autofahrer weiterhin kein E10 tanken. So hat die BP-Tochtergesellschaft Aral auf einen Erfolg von E10 gesetzt und die großen Tanks an den Stationen mit dem Biosprit gefüllt. Doch der Absatzanteil von E10 liegt unverändert bei höchstens einem Drittel.

"Wir nutzen für unser Superbenzin V-Power kleine Tanks an den Stationen, die Nachfrage nach dem Produkt ist aber riesengroß", heißt es bei Shell. Daher müsse nun viel öfter Nachschub herangeschafft werden - was dazu führt, dass die Tanklastwagen von Speditionen und Großhändlern im Dauereinsatz sind.

Erste Tankstellen bereits ohne Benzin

Aktuell hinzu kommt die Umstellung der Tankstellen "von Winterware auf Sommerware". Grund für die Umstellung ist, dass bei den höheren Temperaturen im Sommer die Bildung von Dampfblasen verhindert werden soll. Dies geschieht, indem dem Benzin weniger leicht siedende Alkane beigemischt werden, die im Winter den Kaltstart erleichtern.

E10-Chaos und die Umstellung auf Sommerkraftstoffe führen in ihrer Kombination zu einer "kritischen Logistiksituation", so ein Speditionsmanager.

An Ostern spitzt sich diese Situation zu: Erstens wegen des Reiseverkehrs und zweitens, weil auch für Tanklastwagen das Feiertagsfahrverbot von Mitternacht bis 22 Uhr gilt. Ausnahmen gibt es nur für Speditionen, die vorab Sondergenehmigungen eingeholt haben. Möglich ist daher, dass sich an zahlreichen Tankstellen über Ostern die Tanks leeren, ohne dass rechtzeitig Nachschub herbeigeschafft werden kann. Erste ausverkaufte Tankstellen gab es diese Woche schon.

© sueddeutsche.de/reuters/feko/plö

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