Autoklassiker (42): 40 Jahre Lada Marktführer in Russland

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Rechts ranfahren, Genosse!

Das letzte Modell der "klassischen" Ladas war die Limousine 2107. Sie wurde 1984 vom modernder gestylten Samara abgelöst.

Wer in Russland heute einen Lada fährt, tut das in der Regel deshalb, weil er sich kein westliches Auto leisten kann. Doch der 2101 genießt in seiner Heimat auch Anerkennung - und das nicht nur wegen seiner Verdienste für die Massenmobilisierung. Die Russen nennen den alten Lada "Kopeika", übersetzt etwa "Der nur eine Kopeke kostet". Kopeika ist auch der Name einer russischen Discounter-Kette - der Lada ist sozusagen das Aldi-Auto.

Auch wenn die aktuellen Modelle den meisten Konkurrenten nicht das Wasser reichen können, bleibt Lada der größte Autohersteller Russlands. Der Marktanteil liegt mit rund 28 Prozent weit vor Chevrolet (6,1 Prozent), Renault (5,7 Prozent) und Kia (5,5 Prozent). Das heißt auch: Der Abwärtstrend der vergangenen Jahre konnte erst einmal gestoppt werden.

In der Hitliste der erfolgreichsten Modelle auf dem russischen Markt rangieren Priora, Kalina und Samara noch vor Ford Focus, Opel Astra oder Renault (Dacia) Logan.

Übrigens: Auch der Lada 2107 wird immer noch gebaut, und zwar als Limousine (Typ 21070) und Kombi (Typ 21043). Verkauft wird er aber nur auf dem heimischen Markt. Die simple Technik und das klare Design haben den 2107 genau wie den 2101 längst zum Kultauto gemacht.

"Man erkennt ihn an der klaren Linienführung. Eckig und gerade, cw-Wert wie ein stehendes Brett im Wind", heißt es auf der Fanseite ladawelt.de liebevoll über die Russen-Kante.

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