Autoklassiker (42): 40 Jahre Lada Bremskraftverstärker? Zunächst nicht

Statt Scheibenbremsen an der Hinterachse gab es allerdings Trommeln und auch keinen Bremskraftverstärker, man wollte die Genossen ja nicht verwöhnen. Dafür war der 65 PS-Motor völlig unempfindlich, er verschlang selbst billigsten Sprit.

Lada Niva

Der Überlebende

Der Stolz der Straßen zwischen Leningrad und Moskau, Kiew und dem fernen Sibirien wurde bald nach Jugoslawien, Finnland, Belgien und in weitere Länder exportiert. Auf den westeuropäischen Märkten war der Lada im Prinzip der Vorläufer des Dacia Logan: Ein nicht mehr taufrisches, aber auch noch nicht veraltetes Auto mit einfacher Ausstattung und niedrigem Preis.

1972 kam der Shiguli in die DDR. Dort war er sehr teuer und wurde so etwas wie der Mercedes des Ostens. Das galt vor allem für das Modell 2103 mit schmuckem Chromkühlergrill und Doppelscheinwerfern. Mit Vierzylindermotor und 75 PS war der Lada ein ganz anderes Kaliber als die Zweitakter Wartburg und Trabi.

Noch heute fährt sich der 2103 sehr angenehm: Die Federung ist etwas schwammig, aber für schlechte Straßen gut geeignet. Der Rundumblick durch die riesigen Scheiben ist beeindruckend, im Sommer heizt sich der Innenraum freilich stark auf. Der 1,4-Liter Benzinmotor hält den robusten Russen gut in Schwung, auf der Autobahn ist immerhin Tempo 150 drin.

Nach der Limousine erschien der Lada 1971 als Kombi (2102). Mit dem Modell 2105 erhielt der Dauerbrenner ein neues Gesicht mit Rechteckscheinwerfern, in Deutschland trug der Wagen den Beinamen Nova.

Der 2105 wurde auf Anregung eines Rennfahrer aus Litauen sogar in einer Sportversion hergestellt, die aus 1,6 Litern Hubraum 135 Pferdestärken herausholte. Der Ostblock-Renner hieß 2105 VFTS und machte sich im sowjetischen Rennsport einen Namen.

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Russische Verteidigung