Zehn Dinge über...:Tintenfische

Was ist das Besondere am Schnabel der Tintenfische und wozu dienen ihnen Leuchtorgane? Zehn Dinge über die Meeresbewohner, die Sie bestimmt noch nicht kennen.

Sebastian Herrmann

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(Foto: iStockphoto)

"Octopus vulgaris" paart sich nur einmal im Leben - wenn der Spaß vorbei ist, produzieren Drüsen nahe der Augen ein Hormon, das langsam den Tod einleitet. Werden die Drüsen entfernt, verlängert sich die Lebenserwartung.

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(Foto: AP)

Die Weichtiere haben einen robusten Kern: Die Schnäbel, mit denen Tintenfische Beute zerkleinern, bestehen aus einem der härtesten Biomaterialien überhaupt.

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(Foto: dpa)

Das Gehirn eines Kraken erteilt lediglich den ersten Befehl an einen seiner acht Arme, sich zu bewegen. Der ganzen Rest wird von weitgehend autonomen Nervensträngen in den jeweiligen Tentakeln ausgeführt.

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(Foto: AP)

Bis ein Pottwal satt ist, muss er eine ordentliche Portion Tintenfische vertilgen: Die übliche Tagesration besteht laut Schätzungen aus etwa 1000 Tintenfischen aller Art.

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(Foto: AFP)

Der Kalmar "Taningia danae" erreicht eine Größe von etwa 2,3 Meter und wiegt bis zu 60 Kilogramm. Auf der Jagd in der Tiefsee vertraut er auf eine besondere Technik: Unmittelbar bevor er seine Beute packt, blinken Leuchtorgane auf seinem Körper grell auf. So sieht das Tier, was es gleich fressen wird, kann außerdem zielsicher zupacken und blendet das Opfer.

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(Foto: iStockphoto)

Meeresbiologen haben bei zwei Tintenfischarten nahe Australien und Indonesien beobachtet, dass sie sich auf zwei Tentakeln gehend fortbewegen können. Im Bild ein "Octopus cyaneus" bei der Jagd.

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(Foto: iStockphoto)

Kraken sind Meister der Tarnung. Sie passen die Farbe ihrer Haut der jeweiligen Umgebung an und können sogar Fische - zum Beispiel Flundern - in Gestalt, Körperfarbe und Bewegung perfekt imitieren. Untereinander kommunizieren die Tiere, indem sie die Farbe ihrer Haut verändern. Besonders die Männchen treten so in Kontakt: Gibt es Streit, "schreien" Kraken mit besonders knalligen Farben.

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(Foto: iStockphoto)

"Euprymna scolopes" lebt vor Hawaii (im Bild) und geht nur nachts auf Beutezug. Damit Feinde, die im Sand des Meeresbodens lauern, den Schatten des unscheinbaren Tieres nicht erkennen, arbeitet der Kalmar mit Bakterien zusammen. Dies leuchten in einem Organ auf seiner Unterseite und hellen das Tier so auf, dass es gegen das Mondlicht nicht mehr erkennbar ist.

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(Foto: Reuters)

Männchen der Art "Ancistrocherirus lesueurii" wanzen sich an potenzielle Partnerinnen heran, indem sie sich äußerlich als Weibchen tarnen.  Im Bild: Ein grauer männlicher Oktupus, rechts, trifft auf ein ebensofarbiges Weibchen.

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(Foto: iStockphoto)

Das Männchen der Art "Tremocotopus violaceus" ist etwa drei Zentimeter lang und damit genauso so groß wie eine Pupille des bis zu zwei Meter langen Weibchens. Mit dem Sex klappt es trotzdem. Im Bild: das Auge eines "Octupus vulgaris".

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(Foto: Droemer Knaur)

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