Unnützes Google-Doodle-Wissen Honinbo Shusaku und der Go-Vorteil mit Schwarz

Google ehrt Honinbo Shusaku mit einem Doodle.

(Foto: Screenshot Google)

Go-Fans kommen an Honinbo Shusaku nicht vorbei. Denn der Meisterspieler aus Japan perfektionierte eine lange Zeit populäre Eröffnungs-Methode. Shusakus Erfolg hatte neben seinem unbestrittenen Talent möglicherweise noch einen anderen Hintergrund.

Von Tobias Dorfer

Immer wieder zeigt Google auf der Startseite bunte Bilder oder Animationen - und erinnert damit an besondere Menschen oder Ereignisse. Wir sagen Ihnen, was Sie zum Google-Doodle unbedingt wissen müssen. Heute: 185. Geburtstag des 1862 gestorbenen Go-Spielers Honinbo Shusaku.

Das ist zu sehen:

Schwarze und weiße Steine bilden heute das Google-Logo. Es geht um das Spiel Go, ein strategisches und extrem komplexes Brettspiel, das aus Asien stammt. Einer der bekanntesten Go-Spieler war Honinbo Shusaku (Hon'inbō Shūsaku) aus Japan. Er galt als Wunderkind, trug im Alter von neun Jahren bereits fast den ersten Meisterrang (der höchste Rang ist theoretisch 9). Bekannt wurde Shusaku durch eine spezielle und nach ihm benannte Art der Spieleröffnung. Sie wurde noch bis ins 20. Jahrhundert hinein gespielt (und ist auch in der Mitte des Doodles als Animation zu sehen). Shusaku gewann 19 Jahre hintereinander die renommierte Go-Zeremonie O-shio-go. Im Alter von 33 Jahren starb Honinbo Shusaku an Cholera. Dieses Video der Website Gofans.de zeigt die Go-Regeln:

Dinge, die Sie wissen müssen:

  • Wenn Honinbo Shusaku mit Schwarz spielte, verlor er so gut wie nie. Ob es daran lag, dass er so das Spiel eröffnen durfte? Bei Go beginnt immer der Spieler mit den schwarzen Steinen. Ein Vorteil, wie sich im Laufe der Zeit herausstellte. Um dies auszugleichen, wurde der sogenannte Komi eingeführt - Ausgleichspunkte für den Spieler mit den weißen Steinen.
  • Honinbo Shusaku ist auch Protagonist der bekannten Manga-Serie "Hikaru no Go" (hier ist eine Folge zu sehen). Eine der Figuren, der Geist Fujiwara no Sai, sagt in der Reihe, er habe als Geist auch in Shusaku gelebt und ihn seine gesamten Go-Kenntnisse gelehrt.
  • Seinen Lebensunterhalt mit Spielen bestreiten, das können die wenigsten. Für Go-Profis in Japan ist das kein Problem. Das Spiel ist so populär, dass sie mit Go-Unterricht und der Teilnahme an Turnieren genug Geld verdienen, um ein gutes Leben zu führen. Profi werden ist allerdings nicht einfach. Wer den begehrten Rang erhält, entscheiden Organisationen und Qualifikationsturniere. Nur wenige werden jedes Jahr ausgewählt. In Japan gibt es derzeit etwa 470 Profis.
  • Die Shusaku-Eröffnung trägt zwar den Namen des bekannten Go-Spielers. Erfunden hat er sie jedoch nicht. Honinbo Shusaku hat die Taktik jedoch weiterentwickelt und perfektioniert. Das folgende Video zeigt ein Go-Spiel zwischen Shusaku und seinem Lehrer Shuwa, das Shusaku ebenfalls mit "seiner" Eröffnung beginnt.

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Mit diesem Satz können Sie beim Mittagessen punkten:

"Augen zu bauen kostet leider auch viel Zeit, daher spielt man eher so, dass man Augen vorbereitet, als dass man sie wirklich frühzeitig vollendet." (aus den Go-Tipps auf brettspielnetz.de)

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