Raumforschung Monas Mondfahrt

Die Mona Lisa, wie beim Satelliten Lunar Reconnaissance Orbiter angekommen ist.

(Foto: Xiaoli Sun/Nasa/Goddard Space Flight Center)

Die Nasa hat eine Schwarz-Weiß-Version von Leonardo da Vincis Mona Lisa zu einem Mond-Satelliten geschickt. Damit zeigt die US-Raumfahrtbehörde, dass auch mit gerichteten Lichtstrahlen die Kommunikation mit einem kleinen, weit entfernten Objekt möglich ist.

Von Christopher Schrader

Für technische Tests müssen gelegentlich auch Ikonen der Kultur herhalten. So hat jetzt die Nasa eine Schwarz-Weiß-Version von Leonardo da Vincis Mona Lisa per Laser zum Satelliten Lunar Reconnaissance Orbiter geschickt, der um den Mond kreist.

Es war ein Teil der ersten Demonstration, dass auch mit gerichteten Lichtstrahlen die Kommunikation mit einem Objekt möglich ist, das vier Meter groß und 400.000 Kilometer entfernt ist.

Die Nasa möchte das zunächst als Hilfsverfahren nutzen, für den Fall, dass die normale Funkverbindung ausfällt.

Später aber könnten Laserblitze mehr Daten transportieren als Radiosignale. Beim ersten Versuch ist die Mona Lisa im Format von 152 mal 200 Bildpunkten aber nur mit vielen Fehlern angekommen (linkes Bild).

Grund dafür waren Turbulenzen in der Erdatmosphäre, die auch bei klarem Himmel auftreten. Ein Korrekturverfahren, das ähnlich beim Abspielen von DVDs verwendet wird, konnte aber die Schönheit der geheimnisvollen Dame wiederherstellen (rechtes Bild).