Halten die neuen LED-Lampen, was sie versprechen? Erstmals ist auch der Energieaufwand für Produktion, Transport und Entsorgung der Leuchten analysiert worden.
Lampen mit der relativ neuen LED-Technik sparen tatsächlich etwa 80 Prozent Energie im Vergleich zu Glühbirnen gleicher Helligkeit. Diese Aussage steht zwar schon auf den Packungen der Leuchtmittel, aber bislang fehlte eine sogenannte Lifecycle-Analyse. Dabei werden nach einem standardisierten Verfahren auch Produktion, Transport und Entsorgung des Produkts untersucht. Der Lampenhersteller Osram hat eine solche Studie jetzt fertiggestellt. Verglichen wurden 40-Watt-Glühbirnen und 8-Watt-Lampen mit LED-Technik; hier erzeugen Halbleiterdioden das Licht.
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Als Lebensdauer setzen die Prüfer bei den Leuchtdioden 25.000 Stunden an, für Glühbirnen dagegen 1000 Stunden. Um 25 nacheinander verwendete, konventionelle Lampen herzustellen und zu vertreiben, seien etwa 15 Kilowattstunden Primärenergie nötig, für die eine LED-Birne zehn Kilowattstunden. Sollten sich die Produktionsprozesse der Dioden sehr verschlechtern, könne der Aufwand für die Herstellung maximal auf 13 Kilowattstunden ansteigen.
In beiden Fällen liegt der Energiebedarf für den Betrieb weit höher: Er erreicht 658 Kilowattstunden für die LED-Lampe und 3290 für die Glühbirnen. Aus der Gesamtbilanz ergibt sich dann, dass die Leuchtdiode 79,8 Prozent sparsamer ist. Die ebenfalls getesteten Produkte mit der sogenannten Energiespartechnik, die so funktionieren wie Leuchtstoffröhren, kamen auf ähnliche Werte wie LEDs. Die Osram-Studie bestätigt damit ähnliche Aussagen einer Untersuchung im Auftrag der EU-Kommission aus dem Oktober 2008. Dort hatten die Prüfer allerdings den Energiebedarf für den Transport der Leuchtmittel zum Kunden etwas höher angesetzt.
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Diese Studie gibt es schon sehr lange und wir haben sie mit einem übersichtlichen Diagramm auf unserer Energiesparseite dargestellt. http://www.ledshift.com/Energiesparen%20German.html Verglichen wurde hier ein 100W Glühbirne mit einer 13W LED Birne (Lichtstrom wie eine 100W Glühbirne). Wer quecksilberhaltige Energiesparlampen verwendet, sollte sich dies Seite auch unbedingt durchlesen!
@Matteo: in der Osramstudie wurden auch die Kosten für das Fabrikinventar, Vertrieb und Lagerung mit einbezogen. Das ist ja gerade Sinn und Zweck.
Sie haben natürlich Recht, dass man bis zum Ende der Produktionskette fortschreiten könntem bis man irgendwann beim Schraubengießen landet. ;-)
Ich weiß von einer Kirche, die mit LED ausgeleuchtet wird, wirklich festlich ausgeleuchtet. Stromverbrauch entspricht etwa dem eines Toasters, wohlgemerkt, wenn man weihnachtlich beleuchtet!
Die Verbrauchsangaben sind falsch:
40W über 25.000 Stunden sind 1.000 kWh,
8 W über 25.000 Stunden sind 200 kWh.
Da haben Sie (lieber Redakteur) wohl etwas verwechselt,
Ihre Angaben zum Betrieb sind eigentlich die Daten zur Herstellung.
Auch wenn Osram eine sehr gute Studie zu den Primärkosten gemacht hat,
stellt sich bei diesen Kalkulationen immer die Frage, wie weit man in den Prozeßschritten zurückgeht. Geht z.B. auch der Aufwand zur Erstellung der Maschinen mit ein, die dann zur Herstellung der Glühlampen bzw. der LEDs benötigt werden. Eine Halbleiterfabrik zur Produktion der LEDs benötigt schliesslich einen hohen Aufwand für die Klimatisierung, Filterung der Luft, etc.. Ausserdem sollten auch die anderen Faktoren wie Wasserverbrauch, Emission und (giftige) Nebenprodukte berücksichtigt werden, was die Studie zum Teil tun, Ihr Artikel aber nicht.
Trotzdem dürfte feststehen, dass die LED energietechnisch die beste Lösung ist,
ob das lLcht jedem gefällt, ist eine andere Sache. Aber hier ist die Entwicklung noch lange nicht am Ende.
Die Zahlen sind nicht nachvollziehbar.