Der harte Winter hat ein neues Bienensterben verursacht. Nun bangen viele Obstbauern um ihre Ernte. Doch Wildbienen sind ein adäquater Ersatz.
Das neue Bienensterben bereitet vielen Imkern Sorgen. Vor allem in den USA hat der harte Winter die Insekten stark dezimiert, womöglich jedes dritte Volk ist dort eingegangen.
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Die kontrollierte Verwendung von Wildbienen in der Landwirtschaft steht in Deutschland noch am Anfang. (© Foto: ddp)
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Dennoch sind die Nachrichten vom bevorstehenden Ende der Menschheit etwas übertrieben, auch wenn manche Imkerverbände so tun.
Zwar sind Honigbienen sehr wichtig für die Bestäubung von Kulturpflanzen, und in einer Apfelplantage wachsen ohne die Arbeit der Bienen tatsächlich weniger und schlechtere Früchte.
Andererseits können auch andere Insekten oder Vögel Blütenpflanzen bestäuben. Bei manchen Gewächsen, etwa Getreide, betätigt sich der Wind als Fortpflanzungshelfer.
Kartoffeln wiederum werden vegetativ vermehrt. Vor allem aber wird immer deutlicher, dass es für die klassischen Honigbienen einen manchmal mehr als vollwertigen Ersatz gibt - andere Bienen.
Mehr als 500 verschiedene Bienen-Spezies leben allein in Deutschland. Ihre Lebensweise unterscheidet sich zwar deutlich von jener der Honigbienen, die regelrechte Staaten mit Zehntausenden Arbeiterinnen bilden, an deren Spitze eine Königin steht.
Wildbienen hingegen leben meist einzeln oder nur in lockeren Wohngemeinschaften; ihre Eier legen sie in selbst gegrabene Erdlöcher, in Hohlräume im Totholz oder in verlassene Schneckenhäuser. Doch auch für Aufgaben in der Landwirtschaft sind sie begabt.
In Deutschland steht die kontrollierte Verwendung der Tiere in der Landwirtschaft allerdings noch am Anfang, sagt Paul Westrich, ein führender Wildbienenexperte.
Anderswo hat der Einsatz der Ersatzbienen bereits industrielle Ausmaße angenommen. In Japan etwa bestäuben Solitärbienen mehr als 70 Prozent der Mandelbäume; in den USA ist praktisch die gesamte Saatgutproduktion von Luzerne-Klee, einem wichtigen Viehfutter, auf eine Blattschneiderbienenart namens Megachile rotundata angewiesen.
Bienen aus Schachteln
Hierzulande laufen derzeit mehrere Forschungsprojekte zum Einsatz von zwei Arten solitärer Mauerbienen. Private Anbieter beliefern bereits im Winter vornehmlich Obstbauern mit Schachteln voller verpuppter Bienenlarven.
Am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig beschäftigen sich mehrere Entomologen mit den Möglichkeiten, die Rote Mauerbiene (Osmia rufa) als saisonale Hilfskraft in der Landwirtschaft einzusetzen.
In den vergangenen Jahren untersuchten sie grundlegende Fragen: Wie kann man die Bienen ansiedeln und vermehren, wie weit fliegt eine einzelne Biene, wie verbreiten sich die Tiere in einer Plantage?
"Diese Experimente haben insgesamt gezeigt, dass sich Osmia sehr gut zu eignen scheint", sagt Bernd Gruber, einer der Leipziger Forscher.
Die Solitärbienen scheinen deutlich fleißiger und damit effektiver zu sein als Honigbienen. Ein Grund dafür ist, dass sie den Pollen trocken und nicht wie die Honigbienen verklebt transportieren. Das erhöht die Bestäubungswahrscheinlichkeit.
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1) Bei den beschriebenen Bienen handelt es sich nicht um "Wilde" Bienen, sondern um Wildbienen, die "Solitärbienen" genannt werden.
2) Ob eine Himbeere dick wird, entscheiden nicht die zu ihrer Bestäubung eingesetzten Hautflügler, sondern ihre genetisch festgelegten Eigenschaften.
3) Honigbienen verkleben den geernteten Blütenstaub mit dem ebenfalls geernteten Nektar, um ihn in den "Körbchen" der Hinterbeine besser nach Hause transportieren zu können. Bestäubt wird ausschließlich mit jenen Blütenstäuben, die sich im Haarkleid des Hautflüglers befinden.
4) Es stimmt, dass die Einzelkämpferin Solitärbiene bei etwas niedrigeren Temperaturen fliegt. Auch die Hummel tut das. Es ist ein alter Trick, fliegen mit bestäuben gleich zu setzen. Bei niedrigen Temperaturen gibt entweder der Staubbeutel seinen Inhalt nicht preis, oder der Stempel auf den der Hautflügler den Blütenstaub übertragen soll, produziert nicht die für das Haftenbleiben der Pollen nötige Feuchte. Wird eine Blüte bei zu niedrigen Temperaturen von einem Hautflügler besucht, beschädigt dieser bei dem Versuch, Nektar oder Pollen zu gewinnen, häufig den Fruchtboden. Das Ergebnis ist dann eine verkrüppelte Frucht. Die Effektive Bestäubungs-Periode für in Mittel- und Westeuropa unter Glas oder im Freiland wachsendes Obst und Gemüse liegt bei 70% Luftfeuchte und 18 bis 20 Grad Wärme.
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Der Fehler der deutschen Imker ist unter anderem, dass sie sich auf ganz wenige Bienenarten konzentrieren.
In den USA handelt es sich hingegen größten Teils nicht mehr um normale Imker sondern um LKW-Fuhrparks für Großtransporte von Bestäubungseinheiten.
Es wird Zeit die Fehlinformationen der Imkerlobby mal etwas gerade zu rücken. Es ging schon immer ohne Imker, außer in Monokulturen, wo keine Wildbienen, Hummeln etc mehr leben können.
Bienen werden von Imkern als Honigproduzenten gehalten. Oder auch von Ort zu Ort transportiert, damit Sie die Bestäubungsarbeit in Obstmonokulturen bezahlt bekommen.
Beides hat nichts mit ökologisch zu tun und ist auch ein Grund für das Bienensterben: hausgemacht, da den Bienen zu wenig Honig bleibt, mit den Transporten das Stockleben gestört wird, mit vielen Stöcken auf einem Haufen wie immer bei Massentierhaltung die Hygieneprobleme ansteigen.
Honig ist auch nicht gesund. Er besteht aus Wasser (ca. 20%), Zucker (ca. 80%) und Dreck (der Dreck besteht aus Eiweißresten, und Mineralresten).
Imker erzählen aber gerne was von biologisch, von den lieben Tierchen (die sie im Winter mit Zucker vollstopfen, weil der Honig verkauft wird), von Umweltschutz und anderen Unsinn.
Der Gen-Bauer hat seinen Vorteil daraus, dass er mit den chemischen Giften alles andere um sich herum kaputt macht.
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