Ausstellung Ein junger Alter

T. rex, der Inbegriff alles Bösen

Er ist die Ikone aller fleischfressenden Dinosaurier und galt lange als das größte Raubtier aller Zeiten. Warum der T. rex bis heute eine so große Faszination ausübt. mehr...

Bis Ende Juli ist im Atrium des Süddeutschen Verlags das Skelett eines jungen T. rex zu sehen. Begleitend zur Schau ist eine Reihe von Vorträgen geplant, die sich mit der Lebenswelt der Dinosaurier beschäftigen und den Stand der Forschung schildern.

Von Johanna Pfund

Er ist jung und alt zugleich - der Tyrannosaurus rex, der in den kommenden zwei Monaten im Gebäude des Süddeutschen Verlags in Kooperation mit dem Dinosaurier-Museum Altmühltal ausgestellt wird. Vor mehr als 66 Millionen Jahren lebte das Tier, aber es war eigentlich noch im Heranwachsen, als es starb.

Das Exemplar hat eine lange Reise hinter sich. Gefunden wurde es bereits 1998 von privaten Fossiliensammlern in South Dakota im County Harding. Allerdings musste erst in einem längeren Gerichtsprozess geklärt werden, wem das Fundstück gehört - dem County Harding, auf dessen Land die Überreste lagen, oder den Findern. Letztendlich bekamen die Finder recht.

Nach Abschluss des langwierigen Prozesses wurden die Knochen komplett ausgegraben und 2014 von Paläontologen unter Anleitung der University of Utah in Salt Lake City restauriert; auch die fehlenden Knochen wurden ergänzt. Seitdem war "Rocky", wie ihn der jetzige Eigentümer - das Dinosaurier-Museum Altmühltal - nennt, auf Reisen. Unter anderem wurde das Skelett in der Etihad Gallery in Abu Dhabi und 2016 in Japan ausgestellt. Bis zum 29. Juli ist Rocky, der bis zum vergangenen Jahr noch als "Tinker" bezeichnet wurde, nun im Atrium des Verlagshauses an der Hultschiner Straße zu sehen.

Wer mehr über das Skelett, die Dinosaurier und deren Lebensumstände erfahren will, kann aus der begleitenden Vortragsreihe auswählen. Den Auftakt macht Frederik Spindler mit einem Referat über "Die faszinierende Welt des T. rex" am Donnerstag, 24. Mai. Mit dem Verhalten des Raubsauriers beschäftigt sich der Wissenschaftler beim folgenden Vortrag am Donnerstag, 7. Juni. Zwei Wochen später, am 21. Juni, erläutert wiederum Spindler, dass Spatzen, Hühner und T. rex vermutlich gemeinsame Vorfahren haben. Wie T. rex gejagt hat oder ob er überhaupt nicht gejagt und sich stattdessen nur von Aas ernährte, darüber spricht Spindler schließlich am Donnerstag, 28. Juni.

Den Schlusspunkt der Vortragsreihe setzt Oliver Rauhut von der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie am Donnerstag, 26. Juli. Der Wissenschaftler erläutert, was man tatsächlich über das Leben und das Verhalten dieser Tiere weiß und woher die Forscher ihre Informationen beziehen.

Die Ausstellung im Atrium des Verlagsgebäudes der Süddeutschen Zeitung, Hultschiner Straße 8 in München, ist von Freitag, 18. Mai, bis Sonntag, 29. Juli, zu sehen. Geöffnet ist montags bis freitags jeweils von 14 bis 19 Uhr, sonntags und an den Feiertagen von 10 bis 18 Uhr. Samstags ist das Haus geschlossen. Der Eintritt kostet fünf Euro, Kinder bis 14 Jahre haben freien Zugang. Die Ausstellung ist an folgenden Tagen geschlossen: Montag, 25., Dienstag, 26., und Mittwoch, 27. Juni; außerdem am Donnerstag, 19., und Freitag, 20. Juli.

Alle Informationen zur Ausstellung sowie zum Programm der Fachvorträge unter: www.sz.de/trex