Elektronische Hilfe beim Einkaufen: Der Einzelhandel will mit neuen Konzepten Geld sparen, aber die Kunden machen nicht alles mit.
Wenn Kunden des Real-Markts im niederrheinischen Tönisvorst wissen möchten, wo sie Biokartoffeln finden, können sie Ally fragen. Oder ihren baugleichen Zwillingsbruder Roger. Die beiden sprechenden Roboter schieben in dem 8600 Quadratmeter großen Laden Dienst als "Innovationslotse".
Elektronischer Begleiter: "Innovationslotse" Roger führt die Kunden durch den Real-Markt im niederrheinischen Tönisvorst. (© Foto: Metro AG)
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Ein paar Fingerübungen auf dem am Rücken der beiden Helfer montierten Touchscreens, und Ally und Roger setzen sich in Richtung des gewünschten Ziels in Bewegung. Vorbei am Fischstand, wo Meeresrauschen oder Möwengeschrei zu hören sind und Duftduschen Aromawolken versprühen, die an Kräuter der Provence erinnern. Und vorbei an der Zapfanlage, an der Kunden auf Knopfdruck einen Minibecher mit ihrem favorisierten Wein füllen können.
Der im Mai 2007 eröffnete Markt ist so etwas wie die Zukunftswerkstatt des deutschen Einzelhandels. In dem SB-Warenhaus testet die Metro-Gruppe gemeinsam mit etwa 80 anderen Unternehmen neue Konzepte und Technik. "Wir wollen den Einkauf für die Kunden erlebnisreicher machen", sagt Gerd Wolfram, Geschäftsführer der MGI Metro Group Information Technologie, einer Tochter des größten deutschen Handelskonzerns.
Verstärkter Einsatz von Technik
Und natürlich soll sich der verstärkte Einsatz von Technik auf Sicht auch in Euro und Cent auszahlen. Denn die Zeiten im Lebensmittelhandel, der schon heute mit schmalen Margen arbeitet, werden noch härter. Dafür sorgt schon die sich verändernde Bevölkerungsstruktur.
Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes wird der Anteil der Altersgruppe "60 plus" von aktuell etwa 25 Prozent auf etwa 29 Prozent im Jahr 2016 steigen. "Infolge des demografischen Wandels werden sich Sortimente und präferierte Einkaufsstätten verändern", meint Jörg Pretzel, Geschäftsführer von GS1Germany.
Unter Federführung des Kölner Dienstleistungsunternehmens haben eine Reihe der führenden Unternehmen aus Handel und Industrie eine Studie erstellt, die sich unter anderem damit beschäftigt, wie die Menschen in Deutschland im Jahr 2016 einkaufen.
Nahversorger bevorzugt
Weil Senioren meist mehr Zeit haben als junge Leute und seltener Großpackungen wählen, werden sie der Untersuchung zufolge häufiger, vielleicht sogar täglich, einkaufen. Dabei werden sie Nahversorger mit Produkten des täglichen Bedarfs in ihrer Nähe bevorzugen.
"Nachbarschaftsläden, die auf Frische setzen und es schaffen, ein persönliches Verhältnis zu ihren Kunden aufzubauen, haben eine gute Zukunft", meint Pretzel. Wichtig sei, dass der Ladenbetreiber sich persönlich stark engagiere, was häufig nur bei selbständigen Kaufleuten der Fall sei.
In einem solchen Markt würden die Verbraucher künftig öfter auch Lebensmittel verlangen, die aus der Region stammen und keine langen Transportwege hinter sich haben. Dagegen sei die Akzeptanz von Artikeln mit dem Etikett "Bio" begrenzt. "Angesichts der Fülle von Bio-Produkten wächst das Problem der Glaubwürdigkeit", sagt Pretzel.
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Schuldenkrise in Griechenland
Beim Einzelhandel scheint mir die Ware aber wesentlicher zu sein. Die nölende Verkäuferin aus Marzahn hat mich schon aus LIDL und der neuköllnisch-prollige Flialleiter aus Kaiser´s vertrieben. Bei guten Artischocken, schmackhaften Feigen (wie kriegen die die bloß so fad hin? Und warum? Die Deutschen reden so gerne von DER Tomate, die sie mal in Italien gegessen haben; hat keiner in Spanien, Griechenland oder Frankreich eine frische Feige gegessen?), zartem Lamm (und nicht die üblichen Schafe, die sie hier zu Lande als Lämmer ausgeben) würde ich mich sogar von einem Roboter bedienen lassen, oder noch besser, mir von einem Roboter den Einkauf nach Hause in den 5. Stock bringen lassen, nachdem ich es online bestellt habe. Aber wenn es nur um Kostenersparnis geht, wird die Ware es nicht Wert sein, dass man sie bestellt, und die Schuld wird dem Roboter in die Schuhe geschoben.
Zukunft der Belegschaft? Ach so - gehört nicht zum Artikel...
... gibt`s dann nur noch ... hm, ja wo eigentlich?
Hoffentlich kassiert am Ende wenigstens ein echter Chef oder Manager die Gewinne. Dann kann er auf seinen Münzen rumkauen während sich die Arbeitslosen vor der Tür um die Abfälle prügeln.
Mir graut schon dafor, wenn ich nach "Bio-Kartoffeln" frage und mich der Roboter zu Bier und danach zu Pantoffeln führt.
Aber wenn`s im Supermarkt durch diese "Innovation" billiger wird, wird sich sicherlich die übliche ALDI / LIDL Käufermasse finden, die sich darüber freut.
brauchen wir auch einen Roboter.
Und einen Politik-Roboter als
das Kanzler (geschlechtsneutral)!
Anschließend
werben die passenden Arbeitnehmer
zusammengeklont.
"Schließlich haben die Banken dem Einzelhandel vorgemacht, wie sich Personalkosten sparen lassen..."
Womit wir am Ende des Artikels und am Anfang der eigentlichen Begründung für "Einkaufs-Roboter" wären...