Zu Besuch an verseuchten Orten"Vieles funktioniert nur, weil die Erde ausgebeutet wird"

Wie geht es an den verseuchtesten Orten der Welt zu? Andrew Blackwell hat einige von ihnen besucht - darunter auch Fort McMurray, Ort des Spiels Fort McMoney auf Süddeutsche.de. Im Gespräch erklärt er, warum die Ortschaft die moderne Gesellschaft im Kleinen widerspiegelt.

Von Hans von der Hagen

Wie geht es an den verseuchtesten Orten der Welt zu? Andrew Blackwell hat einige von ihnen besucht - darunter auch Fort McMurray, Schauplatz des Doku-Spiels Fort McMoney auf Süddeutsche.de. Im Gespräch erklärt Blackwell, Journalist und Filmemacher, warum der triste, zugleich boomende Ort die moderne Gesellschaft im Kleinen widerspiegelt. Sein Buch "Willkommen im sonnigen Tschernobyl" ist im Ludwig-Verlag erschienen.

Sie haben eine Reise zu einigen der verseuchtesten Orten der Erde gemacht. Welcher hat Sie am meisten überrascht?

Mich hat vor allem das Gebiet um den Fluss Yamuna in Neu-Delhi beeindruckt. Die Yamuna ist unfassbar verschmutzt, im Grunde nur Abwasser. Dennoch gibt es Leute, die auf ihr und in ihr arbeiten. Sei es als Teil religiöser Rituale, sei es, weil sie nach wiederverwertbaren Materialien suchen. Manche fischen sogar darin.

Im Bild: Der Fluss Yamuna in Delhi - Indiens dreckigster Fluss. Über Jahre hat der Mann auf dem Foto seinen Lebensunterhalt verdient, indem er beispielsweise Münzen aus dem Wasser fischte.

Bild: Andrew Blackwell 19. Dezember 2013, 07:462013-12-19 07:46:48 © Süddeutsche.de/jab/rus