Verdacht auf Steuerhinterziehung Razzia bei TV-Koch Lafer

Fernsehkoch Johann Lafer sieht sich mit dem Vorwurf der Steuerhinterziehung konfrontiert - die Staatsanwaltschaft Koblenz ermittelt gegen ihn. Dutzende Beamte durchsuchten sein Restaurant und seine Kochschule.

  • Die Staatsanwaltschaft Koblenz ermittelt gegen den Fernsehkoch Johann Lafer wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung.
  • Eine frühere Mitarbeiterin des Ehepaars Lafer hatte Strafanzeige gestellt.

Durchsuchung bei Lafer

Die Staatsanwaltschaft Koblenz ermittelt gegen den Fernsehkoch Johann Lafer wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung. Das sagte Staatsanwalt Hans Peter Gandner am Dienstag in Koblenz.

Am Montag hatten etwa 45 Beamte Lafers Restaurant in Stromberg und seine Kochschule in Guldental bei Bad Kreuznach durchsucht, wie die Staatsanwaltschaft jetzt bestätigte. "Wir ermitteln gegen die Eheleute Lafer wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung", sagte Gandner. Nun werde die Staatsanwaltschaft die Unterlagen und elektronischen Dateien auswerten.

Lafers Anwalt zu den Vorwürfen

Lafers Anwalt Christian Schertz erklärte, sein Mandant werde sich während eines laufenden Verfahrens nicht äußern. Eine frühere Mitarbeiterin habe Strafanzeige gestellt, sagte er.

"Mein Mandant und seine Anwälte, die ihn in dieser Angelegenheit vertreten, haben kooperativ sämtliche relevanten Unterlagen freiwillig herausgegeben", teilte der Anwalt weiter mit. "Sie werden auch weiterhin mit den Behörden zusammenarbeiten, um die verbleibenden Vorwürfe vollständig aufzuklären."

Er wies darauf hin, dass eine Zivilklage der Ex-Mitarbeiterin - einer Haushälterin - gerichtlich abgewiesen worden sei. "Sollte sich dennoch eine Unregelmäßigkeit ergeben, wird diese unverzüglich im Nachgang korrigiert." Der Anwalt erklärte weiter: "Die Durchsuchung entspricht dem normalen Ablauf in einem Ermittlungsverfahren." Das Arbeitsgericht Bad Kreuznach hatte eine Zahlungs- und eine Kündigungsschutzklage der Ex-Mitarbeiterin gegen den Fernsehkoch im August abgewiesen.