Reto Francioni Chef der Deutschen Börse tritt 2015 ab

Seit fast zehn Jahren steht Reto Francioni an der Spitze der Deutschen Börse.

(Foto: AFP)
  • Reto Fancioni, seit fast zehn Jahren Chef der Deutschen Börse, zieht sich Mitte 2015 aus dem Amt zurück.
  • Nachfolger wird Carsten Kengeter, der bis 2013 das Investmentgeschäft der Schweizer Bank UBS geführt hat.

Vorstandschef hört nach fast zehn Jahren auf

Der Chef der Deutschen Börse, Reto Francioni, tritt Mitte 2015 zurück - nach fast zehn Jahren im Amt. Nach der Hauptversammlung am 13. Mai werde er sein Amt als Vorstandsvorsitzender der Deutschen Börse an seinen Nachfolger übergeben, teilte der Börsenbetreiber am Montag in Frankfurt mit. Francioni wird im August 60 Jahre alt. Der aus der Schweiz stammende Manager führt den Dax-Konzern seit November 2005, sein Vertrag war ursprünglich bis Ende Oktober 2016 verlängert worden. 2013 hatte die Deutsche Börse die Altersgrenze von 60 Jahren für Vorstände abgeschafft. Ab dem 60. Lebensjahr können sie nun jeweils für ein Jahr neu bestellt werden, bis sie 65 sind. Zuletzt hatte es jedoch bereits Gerüchte gegeben, dass Francioni vorzeitig gehen könnte.

Nachfolger stammt aus dem Investmentbanking

Nachfolger von Francioni wird der frühere Investmentbanker Carsten Kengeter. Der 47-Jährige arbeitet derzeit als Visiting Professor der London School of Economics. Bis Mitte 2013 war er Chef der Investmentsparte der Schweizer Großbank UBS. In dieser Rolle war er dafür zuständig Teile des Geschäftsbereichs abzuwickeln, da sich die UBS infolge der Finanzmarktkrise weitgehend aus dem Investmentbanking zurückzieht. "Wir sind sicher, dass Herr Kengeter die Börse zu neuen, insbesondere internationalen Perspektiven führen kann", sagte Deutsche-Börse-Aufsichtsratschef Joachim Faber.

Der stellvertretende Vorstandschef der Börse, Andreas Preuß, habe seinen Vertrag bis Ende Mai 2018 verlängert und werde weiter für das Derivate- und Aktiengeschäft zuständig sein, teilte das Unternehmen mit.